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Zuschneiden, hobeln, fräsen – der Bootsbauer

27.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dieter Stöhr baut und repariert am liebsten Boote aus Holz. Und genau das ist sein Beruf. Er ist Bootsbauer. Irgendwann möchte er einmal um die Welt segeln.

Immer wieder prüft Bootsbauer Dieter, ob die Maße auch stimmen. Foto: Michaela Freund-Widder

In der Werkhalle riecht es nach Holz. Überall stehen Kreissägen, Hobel-Maschinen und Baugerüste. Haken und Seilzüge hängen von der Decke. Meterlange Baumstämme, von denen schon die Rinde abgemacht worden ist, stapeln sich übereinander. Wir sind im Betrieb von Dieter Stöhr. Er ist Bootsbauer. Seine Firma liegt in der Nähe von Kiel im Norden Deutschlands. Der Ort ist nur wenige Kilometer von der Küste entfernt. Vor zwanzig Jahren kaufte Dieter hier einen alten Bauernhof. Er baute alles um und erfüllte sich damit seinen Traum von einer eigenen Bootsbauer-Firma. Stolz zeigt Dieter auf die „Kranich“: Es ist ein mächtiges Segelboot aus Holz, 17 Meter lang. Damit ist es sehr viel länger als etwa ein Reisebus. Vor mehr als 70 Jahren wurde es in Warnemünde im Nordosten Deutschlands gebaut. Heute ist das Holz verrottet, die Schrauben sind verrostet.

Doch Dieter erneuert das Segelboot von Grund auf. „Zuerst muss ich alle Rippen und Spanten austauschen“, erklärt er. „Das sind die Querbalken im Boot. Sie bilden das Innenskelett des Bootes und machen es stabil.“ Später sollen einmal Kinder und Jugendliche auf der „Kranich“ segeln lernen.

Dieter Stöhr baut und repariert aber nicht nur Holzboote, sondern auch Boote aus Kunststoff. Gelernt hat er sein Handwerk auf einer kleinen Werft in Bayern. Zuschneiden, fräsen, hobeln, passgenau zusammensetzen, verleimen, schleifen, lackieren, polieren – all das muss er beherrschen. Gerade nimmt der 52-Jährige ein Stück Schleifpapier in die Hand. Er fährt damit über die Holzplanken der „Kranich“.

Alte Boote zu restaurieren kann aufwendig sein und viel Geld kosten. Denn mit dem Schiffskörper – dem Rumpf– allein ist es oft nicht getan. Hinzu kommen häufig noch der Mast, das Deckshaus, das obendrauf steht, oder die Kajüte. „Viele Boote sind heute ausgestattet wie ein kleines Einfamilienhaus mit allem Drum und Dran“, erklärt Dieter.

Er selbst besitzt auch ein Holzboot. Die „Nausicaa“ ist über zwölf Meter lang. Sie liegt zurzeit im nahen Yachthafen. Immer wenn er Zeit hat, fährt Dieter damit hinaus auf die Ostsee. „Schon als Kind habe ich davon geträumt, irgendwann einmal mit einem eigenen Schiff ganz um die Welt zu segeln. Ein eigenes Boot habe ich heute tatsächlich. Und um die Welt werde ich auch noch segeln“, sagt Dieter und schmunzelt.

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