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Zeichnen auf der Straße

31.12.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Porträtmaler halten in wenigen Minuten Gesichter auf Papier fest

Ferdinant ist Straßenmaler in London. Das ist die Hauptstadt von Großbritannien. Ferdinant malte schon als kleiner Junge gern. Foto: dpa

Sie sitzen an belebten Plätzen in Städten und zeichnen: Porträtmaler. In nur wenigen Minuten zaubern sie Gesichter aufs Papier. Die sind mal sehr genau – und manchmal witzig überdreht. Das nennt man dann Karikatur. Straßen-Porträtmaler ist aber kein richtiger Beruf. Man kann sich nicht dazu ausbilden lassen. StraßenMaler sind oft Leute, die Kunst studieren. Sie wollen mit den Zeichnungen ein wenig Geld verdienen.

Einer dieser Straßen-Porträtmaler ist Ferdinant Koci. Er kommt ursprünglich aus Albanien. Das Land liegt im Südosten von Europa. Als Ferdinant in die Schule kam, waren die Lehrer von seinem Talent begeistert. Später schaffte er es auf eine Kunstakademie. Dort studiert man Kunst.

Als Erwachsener reiste er durch Europa und machte Ausstellungen. Seit 13 Jahren lebt er in London, der Hauptstadt von Großbritannien. Beim Zeichnen kneift Ferdinant die Augen zusammen und spitzt seinen Mund. Sein Blick springt vom Gesicht zur Leinwand und zurück. Seine Fingerspitzen sind vom Bleistift grau gefärbt. Er ist konzentriert. Und das, obwohl es um ihn herum laut und trubelig ist. Ständig laufen Leute an ihm vorbei. Und dann fahren neben ihm auch noch Autos und Busse. Denn Ferdinant sitzt zum Zeichnen direkt am Piccadilly Circus. Das ist ein großer und zentraler Platz in London. Dort zeichnet Ferdinant Gesichter, meist von Urlaubern.

Ein Porträt dauert etwa zehn Minuten. Ferdinant ist darin schon geübt. Denn er macht das fast jeden Tag. Er sitzt dafür auf einem kleinen Hocker vor einer Staffelei, auf der ein Zeichenblock klemmt.

Rechts vor der Leinwand hockt gerade Christoph, ein Tourist aus München. Der 24-Jährige lässt sich mit seiner Freundin zeichnen. Dafür müssen die beiden nacheinander Modell sitzen. Christophs Freundin war schon dran. „Lächeln“, ruft Ferdinant seinem Kunden zu. „Zeige dich mir von deiner schönsten Seite.“

Christoph strengt sich an und präsentiert sein bestes Lächeln. „Dreh den Kopf noch etwas zur Seite“, sagt Ferdinant. „Und aufrecht sitzen. Ja, genau, so!“ Am Gesicht zeichnet Ferdinant länger als am Rest. Den Kopf ergänzt er dann schnell mit einem schemenhaften Körper. In den Hintergrund des Bildes kritzelt Ferdinant Londons typische Sehenswürdigkeiten, obwohl man sie von seinem Platz aus gar nicht sieht. Etwa Big Ben. Das ist ein bekannter Uhrenturm. Und das große Riesenrad. „Ich wollte meiner Freundin ein einzigartiges Souvenir aus London schenken“, sagt Christoph, als er das fertige Bild in Zeitungspapier gerollt unter dem Arm trägt. dpa

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