Paulas Nachrichten

Wo Abwasser wieder klar wird: Die Kläranlage

29.10.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wenn die Toilettenspülung geht, verschwindet alles. Ob klein oder groß, ob’s stinkt oder nicht. Alles weg. Aber wohin eigentlich?

Abdrücken und – ruck, zuck verschwinden Klopapier und alles andere in der Tiefe. Wir haben nichts mehr damit zu tun. Aber für andere beginnt die Arbeit – zum Beispiel für die Mitarbeiter, Maschinen und kleinen Helfer in der Kläranlage.

Wenn ihr zu Hause die Spülung drückt, fließt das Abwasser zunächst in die Kanalisation. Von dem kleinen Rohr, das das Wasser aus eurem Haus auffängt, gelangt es in immer größere.

Unterwegs kommt noch mehr schmutziges Wasser hinzu – denn auch andere Häuser, Schulen oder Fabriken schicken ihr Abwasser zum Klärwerk.

Anfangs ist das Abwasser bräunlich trüb. Blätter treiben darin oder Papier-Schnipsel. Diese Brühe passiert zunächst einen großen Rechen. Zwischen dessen Stäben passt gerade ein Ohrenstäbchen durch. Ein Schaber schiebt größere Sachen auf ein Förderband, das den groben Schmutz wegschafft. Das Abwasser ist schon ein bisschen sauberer.

Nun erreicht es ein langes Becken – den Sandfang. Da fließt es etwas ruhiger. Hier sollen sich schwere Schmutzteilchen, die durch den Rechen geflutscht sind, am Boden absetzen. Und das geht nur, wenn das Abwasser sie nicht durch seine Strömung mitreißt. Auch Kies und Sand setzen sich am Boden ab. Und oben schwimmt zum Beispiel Fett, das dann entfernt wird.

Die nächste Station sieht aus wie ein rundes Garten-Schwimmbecken – nur viel größer. Dort wird das Abwasser weiter gebremst, damit auch die winzigen Teilchen absinken oder sich auf der Oberfläche absetzen – je nachdem, wie leicht sie sind. Diese einzelnen Teilchen kann man nicht sehen. Unten liegt brauner Schlamm, oben schwimmt brauner Schaum. Und übrig bleibt – immer noch braunes Abwasser.

Danach müssen winzig kleine Helfer ran: Im rechteckigen Belebungsbecken mischen sich Bakterien und andere Kleinstlebewesen mit dem Abwasser und bauen den übrigen Schmutz ab.

Und weil diese kleinen Helferchen Sauerstoff brauchen, wird Luft durch Rohre in das Becken geblasen. Und ein Rührwerk hält die Flüssigkeit in Bewegung. Sonst würden sich die Bakterien am Boden absetzen.

Das dürfen sie erst an der nächsten Station, dem Nachklärbecken. Wenn der Bakterienschlamm dort abgesunken ist, erscheint das Abwasser endlich hell und klar. Nun kann es in Flüsse oder Seen fließen.

Das Abwasser wird jeden Tag im Labor untersucht. Foto: Judith Pulg

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Paula tut das Fern nicht weh

Hallo, liebe Kinder,

das war ja wie im Frühling letzte Woche! Die Wärme und das Sonnenlicht haben mir richtig gutgetan. Also bin ich natürlich mal zum Andreas nach Hause gewatschelt. Der saß auf seinem Sofa und hat ein Buch gelesen. Ich habe ihn gleich mal angeschnattert: „He, guten Tag!…

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