Paulas Nachrichten

Wir haben mit dem Hunger in Afrika zu tun

20.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Essen ist wichtig, das weiß jeder. Wir Menschen brauchen aber nicht irgendetwas zu essen, sondern das Richtige – also mit genügend Vitaminen und Mineralien.

Zwei Jungen laufen über von der Dürre aufgebrochene Erde im Dorf Gakong im Norden Kenias. „Wer ein Feld hat, erntet inzwischen oft weniger“, erklärt ein Experte. Foto: EPA/Stephen Morrison

Und wir wollen satt werden. Doch längst nicht alle Menschen auf der Welt haben genug zu essen. Viele leiden Hunger, zum Beispiel in armen Ländern in Afrika. Warum das so ist, hat „dpa-Nachrichten für Kinder“ einen Experten gefragt. Peter Mucke arbeitet für das „Bündnis Entwicklung hilft“. Dort kümmern sich Helfer um hungernde Menschen in Krisengebieten und Gebieten, die von Katastrophen betroffen waren.

Warum haben Millionen Menschen in Afrika nicht genug zu essen?

Zum einen haben viele Menschen nicht die Möglichkeit, Nahrungsmittel wie Getreide und Gemüse anzubauen. Denn sie besitzen keine Felder. Und auch wer ein Feld hat, erntet inzwischen oft weniger. Das hat mit dem Klimawandel zu tun. Er führt zum Beispiel zu mehr Trockenheit.

Und was für Gründe gibt es noch?

Immer größere Ackerflächen werden nicht für Nahrungsmittel genutzt: Es werden Zuckerrohr und Ölpalmen angebaut – aus denen lässt sich Treibstoff für Autos machen. Den Treibstoff verwendet man in den reicheren Ländern. Und manche reichen Leute und Firmen kaufen Felder in Afrika, um dort Blumen anzupflanzen. Doch die Blumen sind gar nicht der Hauptgrund. Sie hoffen, dass das Land später mehr Geld wert ist, wenn sie es wieder verkaufen.

Haben wir in den reicheren Ländern denn auch etwas mit dem Hunger in Afrika zu tun?

Ja, wir haben damit sogar eine Menge zu tun. Wir essen viel Fleisch, auch hier in Deutschland. Das Fleisch kommt von Tieren und die müssen natürlich auch selbst essen. Zum Teil wird in Afrika auf großen Flächen Futter für Tiere angebaut. Zum Beispiel für Rinder, die später in reicheren Ländern gegessen werden. Es wäre aber besser, wenn statt Tierfutter dort Essen für Menschen angebaut würde.

Aber können wir etwas tun, um die Lage in Afrika zu bessern?

Wir könnten zum Beispiel weniger Fleisch essen. Vielleicht nur ein oder zwei Mal pro Woche. Und auch nicht jeden Tag Wurst auf das Frühstücksbrot oder Abendbrot legen. Das würde schon etwas bringen. Doch natürlich muss noch viel mehr getan werden. Manches davon liegt aber sehr in den Händen von Politikern – hier und in den afrikanischen Ländern.

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