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Willi und die Geschichte von „Peter und der Wolf“

05.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Willi Weitzel – das ist doch der neugierige Typ mit den vielen Fragen! Genau. In „Willi will’s wissen“ hat er fast neun Jahre lang Menschen bei der Arbeit beobachtet oder spannende Orte besucht. Nun macht er eine Pause und probiert etwas Neues aus.

Er hat eine CD aufgenommen: „Peter und der Wolf“. Willi erzählt darauf, wie der mutige Peter einen bösen Wolf fängt. Und ein Orchester spielt die Musik, die sich Sergej Prokofjew ausdachte. Dazu gibt es noch eine DVD.

In einem Film stellt Willi die Orchester-Instrumente vor und erklärt, wie die Musik überhaupt auf die CD kommt. dpa-Nachrichten für Kinder hat der 37-Jährige von seiner Zeit als rasender Reporter und von der CD-Aufnahme erzählt.

Was sind deine schönsten Erinnerungen an „Willi will’s wissen“?

Wir haben mal in Uganda eine Folge über Entwicklungshilfe gedreht. Diese Dreharbeiten in Afrika haben mich sehr beeindruckt. Man kennt die Bilder von Lehmhütten, in denen die Menschen wohnen. Wir konnten reingehen und gucken, wie sieht es da drinnen aus. Wie steckt die Zahnbürste im Stroh drin, wo steht das Fahrrad, wenn sie eines haben, wo schlafen die Menschen. Das war schon sehr eindrucksvoll.

Wie ist es für dich, so berühmt zu sein?

Am Anfang war es was Besonderes, dass ich erkannt wurde. Jetzt werde ich manchmal auf der Straße angesprochen, das freut mich.

Ich bin wahnsinnig verwöhnt, weil ich so oft gelobt werde! Schwierig ist es, wenn ich mit meiner Tochter unterwegs bin. Denn ich habe die Aufgabe, mich um sie zu kümmern. Wenn wir auf den Spielplatz gehen, artet das manchmal in Autogrammstunden aus.

Warst du als Kind auch schon so neugierig wie Willi aus der Serie?

Ich war ein ganz normales Kind, das am liebsten Lego oder Fußball gespielt hat. Ich habe mit meinem kleinen Bruder sehr viel gespielt und mit den Nachbarskindern. Am wohlsten habe ich mich bei uns im Garten gefühlt. Ich war nicht der Neugierigste.

Kanntest du damals schon „Peter und der Wolf“?

In meiner Kindheit hat „Peter und der Wolf“ überhaupt keine Rolle gespielt. Bei uns gab es drei Märchen-Schallplatten. Meine Eltern hatten ein Lebensmittelgeschäft. Darum hat sich in unserem Haushalt sehr viel gedreht. Wir Kinder haben uns unseren Weg selbst gebahnt. Als wir Taschengeld bekamen, haben wir uns Hörspiele wie „Die drei ???“ und „TKKG“ gekauft.

Jetzt hast du selbst ein Hörspiel mit Film herausgebracht. Was ist deine Lieblingsfigur bei „Peter und der Wolf“?

Panierter Piepmatz an Katze alla Casa! Und ich habe mir immer vorgestellt, dass der freche Peter mir ein bisschen ähnlich ist – dass in ihm ein kleiner Willi steckt, der die Geschichte erzählt. Peter geht mit Leichtigkeit an die Sache ran: „Ich habe keine Angst vor Wölfen! Ich nehme ein Seil, klettere auf den Baum und fessele den Wolf, kein Problem.“ Und ihm gelingt es – am Schluss siegt seine unbekümmerte Art!

In „Willi will’s wissen“ hat er fast neun Jahre lang Menschen bei der Arbeit beobachtet oder spannende Orte besucht. Nun macht er eine Pause und probiert etwas Neues aus. Foto: Uwe Zucchi

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