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Wie man aus Wasser Strom gewinnt

21.05.2016, Von Alexandra Stober — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das große Wasserkraftwerk Iffezheim am Oberrhein versorgt ungefähr 250 000 Haushalte mit Strom

Um aus fließendem Wasser Strom zu erzeugen, benötigt man: eine große dicke Mauer, eine Turbine und einen Generator. Diese Dinge bilden zusammen ein Wasserkraftwerk.

Dieses Wasserkraftwerk steht im Fluss Rhein bei Iffezheim. Foto: EnBW/Daniel Meier-Gerber

Ein Fluss steht nicht still. Das Wasser fließt und fließt. Deshalb steckt in ihm große Kraft. Zu dieser Kraft sagt man auch Energie. Die Energie lässt sich in Strom umwandeln – und dieser fließt dann aus unseren Steckdosen. Damit das mit dem Strom funktioniert, ist ein Wasserkraftwerk notwendig. Davon gibt es bei uns in Deutschland einige.

Die meisten von ihnen sind eher klein, wie etwa in Nürtingen. Nur manche sind richtig groß und erzeugen dann besonders viel Strom.

Ein sehr großes Wasserkraftwerk steht im Fluss Rhein in Iffezheim. Das ist ein Ort in Baden-Württemberg. Dort funktioniert das mit dem Strom aus Wasserkraft so: Im Rhein steht eine große und dicke Betonmauer. Diese sorgt dafür, dass das Wasser gestaut wird.

Dadurch ist der Wasserspiegel vor der Mauer höher als dahinter. Genau das ist wichtig! Experte Andreas Stampfer erklärt, wofür: „Wenn das Wasser diesen Höhen-Unterschied überwindet, fließt es schneller. Mehr Geschwindigkeit bedeutet: mehr Strom.“ Innerhalb der Mauer gibt es so etwas wie riesige Rohre, durch die das Wasser von oben nach unten fließt.

Darin sind Turbinen. Diese sehen so ähnlich aus wie eine Schiffsschraube. Sie sind mehrere Meter hoch.

Wenn das Wasser also mit großer Wucht durch das Rohr mit der Turbine rauscht, dreht sich die Turbine. Fachleute sagen: Die Bewegungs-Energie des Wassers wird auf die Turbine übertragen.

Aber Strom hat man dann noch nicht. Dafür benötigt man ein weiteres technisches Gerät: einen Generator. Dieser funktioniert ähnlich wie ein Dynamo an manchen Fahrrädern. „Im Generator befindet sich ein Magnet. Der wird mithilfe der Turbine an Kupferspulen vorbeibewegt – und dadurch entsteht Strom“, sagt der Experte.

Dieser Strom entsteht ohne schädliche Abgase. Das ist gut für die Umwelt, klar. Doch Umweltschützer finden Wasserkraftwerke trotzdem nicht nur super. Sie haben zum Beispiel Bedenken, dass Fische in die riesigen Turbinen geraten können und sterben. Oder aber, dass die Tiere beim Wandern gestört werden.

Bei einigen Wasserkraftwerken gibt es deshalb neben den Rohren Fischtreppen. Dort werden die Fische durch eine Strömung hingeleitet. Die Fischtreppen bestehen aus vielen Becken hintereinander, mit je etwas Höhen-Unterschied. Ein Fisch schwimmt von Becken zu Becken – und überwindet so die Höhe. Hinter dem Wasserkraftwerk schwimmt er dann normal weiter.

Hauptsache, es geht richtig bergab!

Manche Wasserkraftwerke, mit denen Strom hergestellt wird, sind sehr groß. Doch sie funktionieren längst nicht an jeder Stelle in einem großen Fluss.

Wichtig für die Stelle ist: Es muss ein ziemlich starkes, natürliches Gefälle geben. Damit ist gemeint, dass der Fluss einen Höhen-Unterschied überwinden muss – von oben nach unten. Wie stark das Gefälle eines Flusses ist, hängt von der Landschaft ab.

Beim Fluss Rhein gibt es Abschnitte, auf denen er recht stark nach unten fließt. Fachmann Andreas Stampfer erklärt: „Zwischen Basel und Iffezheim liegen rund 170 Kilometer Rhein. Auf dieser Strecke sind 120 Meter Gefälle.“ Basel liegt in der Schweiz, Iffezheim im deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Dazwischen geht es 120 Meter hinunter.

Das ist ziemlich viel. Deshalb können in diesem Abschnitt zehn Wasserkraftwerke Strom erzeugen.

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