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Wie im Märchen

31.12.2014, Von Laura Vogt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Schloss Lichtenstein – nachgebaut wie eine Burg in einem Hauff-Roman

Eigentlich will doch am liebsten jeder in einem Schloss oder einer geheimnisvollen, verwinkelten Burg leben, oder? 1842 hat sich der Graf von Württemberg genau diesen Traum erfüllt.

Lichtenstein: Ein Märchenschloss Foto: dpa

Er war so begeistert von dem Roman „Lichtenstein“ von Wilhelm Hauff, dass er sich bei Engstingen eine Burg bauen ließ. Und zwar genau so eine, wie sie im Buch beschrieben ist.

Hauff war ein schwäbischer Schriftsteller. Er kam in Stuttgart 1802 zur Welt und lebte mit seiner Mutter und seinen Geschwistern in Tübingen bei seinem Großvater. Dort hat er schon als Kind jedes Buch und jede Geschichte gerne gelesen, die ihm in die Hände fiel.

Als er älter wurde, hat er auch angefangen, selbst zu schreiben – zuerst Gedichte und Lieder. Später schrieb er auch Bücher und Erzählungen. Vielleicht kennt ihr die Märchen „Kalif Storch“ oder „Zwerg Nase“ von Wilhelm Hauff?

1826 erschien sein berühmtestes Buch „Lichtenstein“. Es ist ein geschichtlicher Roman, der im späten Mittelalter spielt. Nur ein Jahr später starb Wilhelm Hauff in Stuttgart, kurz nach der Geburt seiner Tochter. Der Graf von Württemberg war so begeistert von dem Roman von Wilhelm Hauff, dass er seinem Cousin 1837 ein kleines Jagdschloss abkaufte.

Dieses hieß schon damals Schloss Lichtenstein. Es steht auf einem hohen Felsen, von dem aus man einen Blick über das ganze Tal hat. Der Graf ließ das Schlösschen dann umbauen. Seitdem sieht die Burg genauso aus wie im Buch beschrieben.

Mit dem hohen Turm, in dem auch Rapunzel gefangen sein könnte, der Zugbrücke, dem kleinen Burghof und der Ringmauer zur Verteidigung sieht das Schloss aus, wie Hauff sich eine mittelalterliche Burg vorgestellt hat.

Viele von dem Grafen gesammelte alte Waffen, Rüstungen und Gemälde fanden Platz in dem umgebauten Schloss.

Schloss Lichtenstein wird von vielen auch das „württembergische Märchenschloss“ genannt. Es diente schon oft als Filmkulisse.

Heute lebt auf Burg Lichtenstein kein Graf mehr. Aber zwischen April und November kann man das Schloss täglich besuchen. Besonders an sonnigen Tagen ist die Aussicht auf die Schwäbische Alb toll. Und beim Spaziergang durch den Park fühlt man sich wie eine Hofdame oder wie ein Ritter.

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