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Wie Forscher mit Blitzen arbeiten

06.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Blitze haben gigantische Kräfte. In ihrer Nähe kann es sehr gefährlich werden. Ulrike Broniecki hat trotzdem keine Angst vor ihnen. Die Ingenieurin macht sogar selbst welche.

Ulrike Broniecki steht an einem großen Pult und legt einen Hebel um. Erst surrt es nur ein paar Sekunden. Plötzlich macht es wumm! Mit einem lauten Knall kracht ein heller Blitz auf eine Pappfigur. Die Forscherin freut sich: Experiment gelungen. Sie ist im sogenannten Hochspannungslabor der Technischen Universität Berlin. Die Halle ist so groß, dass ein Flugzeug hineinpassen würde. Drin stehen viele bunte Geräte. Hier forscht Ulrike Broniecki mit Blitzen.

„Klar kann das gefährlich sein“, sagt die 29-jährige Frau. Schließlich hat so ein Blitz viel Energie. Wenn er einen Menschen treffen würde, könnte der schwer verletzt werden. Deshalb muss jeder, der in dem Labor arbeitet, einiges beachten. Bevor die Forscher zum Beispiel einen Blitz krachen lassen, müssen sie in einen der Käfige hinein. Das sind Räume mit Eisenschnüren drum herum. Sie sehen ein bisschen so aus wie Hunde-Käfige. „Wenn sich ein Blitz mal Richtung Käfig verirrt, würde er in das Gitter einschlagen und so abgeleitet werden“, erklärt die Forscherin. „In den Käfigen sind wir also geschützt.“

In dem riesigen Labor testen die Forscher zum Beispiel, ob ein Gerät einen Blitzeinschlag übersteht. Dafür lassen sie einfach einen Blitz darauf krachen. Danach prüfen sie, ob es noch funktioniert. „Sonst muss die Firma, die das Gerät gebaut hat, noch mal ran – um es stabiler gegen Blitze zu machen“, sagt die Forscherin. Viele Geräte, die die Forscher testen, sind nämlich sehr teuer – etwa Transformatoren. Diese Geräte sind wichtig für unsere Energieversorgung und stehen meistens im Freien. Wenn eine Firma einen teuren Transformator kauft, will sie sicher sein, dass er bei einem Gewitter nicht kaputtgeht.

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