Paulas Nachrichten

Wie entstehen Preise?

22.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manche Jeans kosten 300 Euro, es gibt aber auch welche für 10 Euro. Wie kommt das? Wer macht eigentlich so unterschiedliche Preise?

Ein Beispiel: Es gibt Waren, die sind sehr begehrt – etwa die Winterjacken der Marke XY. Die Leute finden sie so toll, dass sie kaum zu bekommen sind. Die Nachfrage ist riesig, die Jacken werden im Herbst schon knapp. Der Hersteller der Jacken freut sich: Im nächsten Winter will er doppelt so viele verkaufen. Und weil sie so gut weggegangen sind, setzt er den Preis hoch. Dieses Jahr haben die Leute 80 Euro für die Jacken bezahlt. Dann werden sie im nächsten Jahr auch 100 Euro zahlen, denkt er.

Nun aber kommt die böse Überraschung: Die Leute finden 100 Euro zu viel. Der Hersteller bleibt auf seinen Jacken sitzen. Darum geht er mit dem Preis runter. Das sehen die Käufer und denken sich vielleicht: Die Jacken will ja auch keiner mehr haben. Die gehen ja im Herbst schon mit den Preisen runter. Und nun kaufen sie die Jacken erst recht nicht. Der Hersteller bietet sie überall an: Im Internet, in Läden, sogar im Supermarkt. Er überschwemmt den Markt förmlich. Aber kaum einer greift zu. Zuletzt verkauft er sie zu ganz billigen Preisen, um einen Teil seiner Kosten wieder reinzubekommen.

Preise werden von mehreren Seiten gemacht: Einmal natürlich vom Hersteller. Er hat Kosten – etwa für den Stoff, die Löhne der Arbeiter oder die Fahrt in den Laden. Obendrein will er noch etwas verdienen. Er rechnet die Sache durch und bietet seine Waren zu einem Preis an. Dann aber reden auch die Käufer mit: Je nachdem, wie sehr sie eine Ware kaufen wollen, steigt oder sinkt oft der Preis.

Wie gut eine Ware ist, sagt der Preis aber noch lange nicht. Denn die Jeans für nur 10 Euro kann länger halten als die für 300 Euro.

Preise werden von mehreren Seiten gemacht: Einmal natürlich vom Hersteller. Aber auch die Käufer reden mit: Je nachdem, wie sehr sie eine Ware kaufen wollen, steigt oder sinkt oft der Preis. Foto: Peter Förster

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