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Wie entstehen eigentlich Meeres-Inseln?

13.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Weißer Sand, hohe Palmen, blaues Wasser: Wenn wir an eine Insel denken, stellen wir uns meist so etwas vor. Aber Insel ist nicht gleich Insel. Es gibt wild bewachsene und karge Inseln, flache genauso wie solche mit hohen Bergen.

Die Hochseeinsel Helgoland ist eine Felseninsel. Inseln können von Korallen gebildet werden oder durch Vulkane. Andere entstehen durch Änderungen des Meeresspiegels. Foto: Marcus Brandt

Wie eine Insel aussieht, hängt unter anderem damit zusammen, wie sie entstanden ist. Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, wie eine Insel entsteht:

Erstens durch Korallen: Meist sind es Steinkorallen, die unter dem Meer große Riffe bilden. Diese Tiere wachsen dem Licht entgegen, also in Richtung Wasseroberfläche. Sterben sie ab, bleibt ihr Kalk-Skelett zurück. Das Riff wird dadurch größer und größer. Hebt sich nun der Meeresboden an oder sinkt der Wasserspiegel, können die Riffe aus dem Wasser herausgucken. So etwas passiert natürlich nicht von heute auf morgen, sondern über Jahrhunderte. Viele Inseln in den tropischen Meeren sind Koralleninseln, zum Beispiel im Indischen Ozean vor West-Sumatra.

Zweitens durch Vulkane: Vulkane gibt es nicht nur an Land, sondern auch unter Wasser. Sie werden unterseeische Vulkane genannt. Brechen sie aus, stoßen sie manchmal Unmengen von flüssigem, heißem Gestein aus. Im kühlen Wasser erstarrt die Lava. Auf diese Weise wächst der Untersee-Vulkan immer weiter nach oben. Irgendwann kann er die Wasseroberfläche durchstoßen und eine Insel bilden. Die Kanarischen Inseln sind Vulkaninseln, also etwa Gran Canaria oder Lanzarote. Sie liegen links oben von Afrika, wenn man auf die Karte schaut.

Drittens durch Veränderungen des Meeresspiegels: Viele Inselgruppen waren vor Jahrtausenden noch eine einzige große Landmasse. Zum Beispiel die Inseln Indonesiens in Asien. Durch einen Anstieg des Meeresspiegels wurden die tiefer liegenden Teile der Landmasse überspült – und so entstanden Inseln. Unter Wasser hängen die einzelnen Inseln noch immer zusammen.

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