Paulas Nachrichten

Wie dick ist das Eis? Forscher reisen in die Antarktis

29.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eine weite Reise übers Meer. Sie führt um die halbe Welt – immer Richtung Süden. Ziel ist die Antarktis. Am Samstag sticht das Forschungsschiff „Polarstern“ in See. Von Bremerhaven in Norddeutschland fährt es nach Südafrika und von da Richtung Südpol.

Die Polarstern soll in die Antarktis fahren und dort überwintern. Foto: Alfred-Wegener-Institut

An Bord sind außer der Besatzung über 50 Forscher. Sie wollen im Eismeer sogar überwintern. Dann ist es dort klirrend kalt und fast den ganzen Tag dunkel. Warum die Forscher das machen, erklärt Peter Lemke (66), der Chef der Expedition.

Was wollen Sie in der Antarktis herausfinden?

„Auf der Erde wird es eigentlich immer wärmer. Deshalb schmilzt das Eis am Nordpol. Aber in der Antarktis, also um den Südpol herum, ist das anders: Dort scheint das Meereis von Winter zu Winter komischerweise leicht zuzunehmen! Wir wollen herausfinden, ob das wirklich so ist und warum.“

Wie machen Sie das?

„Mit unserem Eisbrecher ,Polarstern‘ fahren wir in das Eis um den Südpol herum. Wir haben zwei Hubschrauber dabei. Damit fliegen wir herum. Darunter hängt an einem langen Seil ein Gerät, das aussieht wie eine Zigarre mit Flügeln hinten. Es hat zwei Fühler: Ein Laser tastet die Oberfläche des Meereises ab. Und der andere Fühler erkennt darunter das flüssige Salzwasser. Daraus können wir berechnen, wie dick das Eis ist.“

Und was untersuchen Sie noch?

„Außerdem schneiden wir kleine Stücke aus dem Eis. Dann schauen wir, welche Algen und Tiere dort in kleinen Löchern leben. Das sind zum Beispiel kleine Krebse. Die sind Futter für größere Tiere. Und von denen ernähren sich wiederum Pinguine, Robben und Wale. Wir wollen verstehen, wie diese Nahrungskette funktioniert.“

Fährt das Schiff bis an den Südpol?

„Das geht nicht. Denn am Südpol sieht es anders aus als am Nordpol: Das Meer reicht ja nicht bis zum Pol. Die Antarktis besteht aus richtig festem Land mit Bergen. Aber darüber liegt sehr viel Schnee und Eis. Deswegen kann die ,Polarstern‘ nicht bis zum Pol fahren.“

Ist die Reise denn gefährlich?

„Es kann schwere Stürme geben und 20 Meter hohe Wellen. Das ist zwar sehr aufregend, aber nicht gefährlich. Denn die ,Polarstern‘ ist das beste Schiff für schlechtes Wetter. Und falls sich doch mal jemand verletzt oder krank wird, haben wir einen Arzt und eine Krankenschwester an Bord.“

Abwechselnd essen

Bitte Hände waschen vor dem Essen! Das gilt wohl auch für die rund 100 Leute auf dem Forschungsschiff „Polarstern“. Aber ihre dreckigen Jacken, Hosen und Schuhe dürfen sie manchmal am Esstisch anbehalten: Denn auf dem Schiff gibt es zwei große Räume zum Essen.

Einer ist für die schmutzigen Leute, der andere für die Menschen, die gerade sauber sind. So müssen sich die Leute in dreckigen Klamotten nicht extra umziehen, wenn sie bei der Arbeit mal eine Essenspause machen.

Aber alle müssen sich beim Essen etwas beeilen. Auch dann, wenn sie nicht gleich wieder an die Arbeit müssen. Denn für die etwa 100 Leute an Bord ist sogar in beiden Räumen zusammen nicht genug Platz.

Deswegen müssen sie sich abwechseln beim Essen: Wer fertig ist, steht auf und macht Platz für den Nächsten.

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