Paulas Nachrichten

Wie der Körper sich selbst schützt

07.10.2017, Von Maria Berentzen — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Verschiedene Systeme bilden einen Schutzwall, der die Erreger abhalten soll

Der Körper ist jeden Tag von vielen Erregern umgeben. Einige von ihnen können Menschen richtig krank machen. Das passiert aber gar nicht so oft. Der Körper ist gut darin, solche Erreger abzuwehren.

Eine Frau putzt sich die Nase. Das Immunsystem soll Menschen vor Krankheiten schützen. Foto: Maria Berentzen

KREFELD. Bahnt sich da eine Erkältung an? Jeden Tag ist dein Körper von Millionen Erregern umgeben, die Krankheiten auslösen können. Es sind vor allem Viren und Bakterien.

Nicht alle davon machen krank – aber es gibt richtig fiese Erreger. Gelingt es ihnen, in den Körper einzudringen und sich zu vermehren, wird ein Mensch krank. „Der Körper kann sich aber gut dagegen schützen“, sagt Kinderarzt Tim Niehues.

Es gibt verschiedene Mechanismen, mit denen sich der Körper gegen die Eindringlinge verteidigt. Sie bilden ein System. Dieses System zum Schutz des Körpers nennt man Immunsystem. Zu ihm gehören verschiedene Bereiche und Zellen des Körpers, zum Beispiel die Haut. „Sie bildet einen Schutzwall, der die Erreger abhält“, sagt Tim Niehues.

Auch Öffnungen des Körpers wie zum Beispiel die Nase sind gut geschützt. Sie sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet. An ihr kommen Viren und Bakterien nur schlecht vorbei.

Manchmal gelingt es Erregern aber doch, in den Körper einzudringen. Das kann etwa durch eine Wunde passieren oder wenn die Schleimhäute zu trocken sind. Dann fährt der Körper im Innern eine Abwehr auf.

Es gibt verschiedene Zellen im Körper, die Erreger bekämpfen. Jede von ihnen hat Aufgaben und kämpft auf eine andere Weise gegen Eindringlinge. Es gibt zum Beispiel Fresszellen, die Krankheitserreger einfach auffressen. Andere Zellen machen auf Erreger aufmerksam und rufen Hilfe herbei. Sie können den anderen Zellen aber auch genau zeigen, um welchen Erreger es sich handelt.

Das Immunsystem ist außerdem in der Lage zu lernen. Hatte es einmal mit einem Erreger zu tun, merkt es sich diesen Erreger und wie es ihn bekämpfen kann. „Wenn der Erreger noch einmal in den Körper gelangt, kann das Immunsystem ihn viel leichter bekämpfen“, sagt Tim Niehues.

Deshalb unterscheidet sich das Immunsystem von Erwachsenen ein bisschen von dem der Kinder. Es hat schon deutlich mehr Erreger kennengelernt.

Doch nicht nur Erreger von außen können dem Körper schaden. Es entstehen auch Zellen im Körper, die nicht gesund sind. Das Immunsystem erkennt diese Zellen und zerstört sie, bevor sie dem Körper schaden können.

Wenn das nicht gelingt, können sich aus diesen kranken Zellen Krankheiten wie Krebs entwickeln. Das passiert zum Glück aber nur selten. Denn jeden Tag entstehen viele solcher Zellen im Körper. Der Körper ist sehr gut darin, sie rechtzeitig zu entdecken.

Paulas Nachrichten