Paulas Nachrichten

Wenn Florian wie Frau Merkel spricht

05.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Florian Schröder ist lustig. Anfangs spricht er ganz normal. Doch plötzlich hört er sich an wie unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wenig später klingt seine Stimme wie die von Fernsehmoderator Thomas Gottschalk aus „Wetten, dass . . .?“.

Und danach wieder ganz anders. Ob er wohl auch TV-Promi Günther Jauch nachmachen kann? „Klar. Das ist doch total einfach“, sagt der 30-Jährige und legt los: „Herzlich willkommen bei ‚Wer wird Millionär?‘“. Er hört sich echt so an wie der Showmaster.

Florian hat schon in seiner Schulzeit Stimmen nachgemacht. Mittlerweile verdient er damit sogar Geld. Denn er ist Kabarettist. Er steht auf Bühnen und bringt Leute zum Lachen – und auch zum Nachdenken. Und er hat sogar eigene Fernsehsendungen. In seinem Programm spricht er immer wieder wie Angela Merkel oder wie andere Prominente. Viele Zuschauer und Zuhörer lachen vor allem bei Angela Merkel laut, weil Florian dabei so lustig aussieht. Er macht dann seine Unterlippe ganz gerade, reißt die Augen auf und zieht die Schultern hoch.

„Ich habe so mit 13 oder 14 Jahren angefangen, meinen Sportlehrer nachzumachen“, erinnert sich der Witzemacher. Bei seinen Schulkameraden kam das gut an, beim Lehrer weniger. In der Schule war der Stimmen-Künstler ein dicklicher Junge – ganz anders als heute. Das fand er nicht toll. Um trotzdem gut dazustehen, brachte er die Mitschüler zum Lachen.

Er imitierte auch andere Lehrer und seine Mutter. Auch Prominente nahm er auf die Schippe. Am liebsten hatte er damals Thomas Gottschalk. Gemeinsam mit seiner Oma spielte er komplette „Wetten, dass . . .?“-Sendungen nach. Er war Thomas Gottschalk. Und die Oma spielte alle Gäste.

Schon damals brauchte er nicht lange, um eine neue Stimme zu lernen. „Irgendwie kommen sie zu mir“, sagt er und meint damit die Stimmen.

Ärger bekommt Schröder heute nicht mehr. Auch dann nicht, wenn er die Kanzlerin nachmacht. „Von den Prominenten hat sich noch nie jemand beschwert“, sagt er.

Florian Schröder beim Imitieren von Angela Merkel Foto: Sabine Maurer

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