Paulas Nachrichten

Wenn die Erde brodelt und Feuer spuckt: Vulkane

13.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Meist ist es lange Zeit sehr ruhig. Doch dann rumort der Vulkan irgendwann doch. Der Boden bebt und dröhnt, Asche regnet auf die Erde oder aus dem Vulkankrater strömt glutrote, heiße Lava. Manchmal sieht es sogar so aus, als würde die Erde Feuer spucken. Solche Vulkanausbrüche kommen immer wieder vor. Schließlich gibt es auf der Welt irre viele Vulkane.

Vielleicht hast du auch schon einmal von einem Ausbruch gelesen oder etwas dazu gesehen? Vulkane entstehen meist auf eine ähnliche Art und Weise: Im Inneren der Erde ist es so heiß, dass die Gesteine dort häufig geschmolzen und flüssig sind. Diese Schmelze nennt man Magma. Sie bleibt allerdings nicht immer unter der Erdoberfläche.

Normalerweise ist die Erdoberfläche zwar schön fest. Manchmal gibt es aber beispielsweise Risse und Brüche in der Erdkruste. Dort kann dann heißes geschmolzenes Gestein aus dem Erdinneren heraustreten. Sobald es an die Oberfläche kommt, heißt es übrigens nicht mehr Magma, sondern Lava. Sie kann immer weiter herausfließen, erstarren und sich dann langsam zu einem Berg auftürmen – zu einem Vulkan.

Warum ein Vulkan ausbricht, kann verschiedene Gründe haben. Zum Beispiel, weil sich im Inneren des Vulkans immer mehr gashaltige Schmelze sammelt. Dadurch wird der Druck im Vulkan größer und größer. Irgendwann ist er dann so gewaltig, dass heiße Lava herausgespritzt wird. Wie bei einer Sprudelflasche, die man vorher zu stark geschüttelt hat.

Dabei gibt es verschiedene Arten von Vulkanen. Dazu gehören Schild-Vulkane und die Schicht-Vulkane. Aber die erklären wir am besten mal nacheinander: „Die Schild-Vulkane sind meist sehr breit, aber nicht sehr steil“, erklärt der Vulkan-Fachmann Peter Halbach aus Berlin.

Wie es dazu kommt? „Bei diesen Vulkanen strömt immer wieder heiße Magma heraus“, sagt Peter Halbach. Diese fließt als Lava den Hang hinunter und breitet sich aus. Nach und nach kommt so immer mehr Lava zusammen und vergrößert den Vulkan. Er besteht also aus Lavaschichten und sieht ein bisschen aus wie ein großer Schutz-Schild – daher der Name.

Dann gibt es noch Schicht-Vulkane. Sie werden oft auch Strato-Vulkane genannt. Sie bestehen aus Lava und Asche. „Das liegt daran, dass bei ihnen manchmal Lava ausfließt und manchmal Asche explosionsartig herausfliegt“, sagt Fachmann Halbach. So entstehen verschiedene Schichten aus unterschiedlichem Material. Schicht- Vulkane sind meist schmaler und steiler als Schild-Vulkane.

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