Paulas Nachrichten

Weihnachten ohne Plätzchen und Geschenke?

24.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Herz hüpft, die Aufregung steigt – Weihnachten rückt immer näher. Viele Kinder freuen sich riesig darauf. Aber es gibt leider auch einige Kinder in Deutschland, die aus sehr armen Familien kommen und sich nicht richtig auf das Weihnachtsfest freuen können.

Was das Problem ist und was man dagegen tun kann, hat Wolfgang Büscher dpa-Nachrichten für Kinder erzählt. Er arbeitet für die Kinderarchen. Das sind Anlaufstellen für Kinder, die es etwa in Berlin und Hamburg gibt.

Wie geht es den Kindern in den Kinderarchen vor Weihnachten?

Zu uns kommen viele Kinder, deren Eltern sich nicht richtig um sie kümmern. Zurzeit kommen ganz besonders viele Kinder. Denn was für viele andere in der Adventszeit normal ist, das erleben die meisten dieser Kinder zu Hause nicht. Mit den Eltern Plätzchen backen, basteln oder jeden Morgen etwas im Adventskalender auspacken zum Beispiel – so etwas gibt es da alles nicht. Die Kinder fühlen sich oft sehr alleingelassen. Viele bekommen auch keine Geschenke zu Weihnachten. Das geht ihnen am Geburtstag auch oft so, weil die Mütter den Geburtstag ihrer Kinder vergessen.

Warum sind die Eltern so?

Viele Eltern sind schon lange arbeitslos und müssen mit extrem wenig Geld auskommen. Sie haben kein Geld, um etwas mit ihren Kindern zu unternehmen oder ihnen Geschenke zu kaufen. Einige Mütter und Väter versuchen, das Elend vor ihren Kindern zu verstecken und trotzdem für sie da zu sein. Aber andere verlieren irgendwann den Mut. Sie geben sich auf und haben nicht mehr die Kraft, sich um ihre Kinder zu kümmern. Manche wollen es auch nicht. Oder sie haben als Kind selbst nie erlebt, dass sich jemand liebevoll um sie kümmert. Sie wissen gar nicht richtig, wie das geht.

Was kann man tun, um den Kindern zu helfen?

Wir versuchen in den Kinderarchen all das mit den Kindern zu machen, was die Eltern nicht mit ihnen machen können oder wollen. Wir veranstalten in diesen Tagen zum Beispiel in allen Archen eine Weihnachtsfeier. Da singen wir mit den Kindern und basteln. Jedes Kind wird aufgerufen und bekommt ein Geschenk. Letztes Jahr hat zum Beispiel jedes Kind Turnschuhe bekommen. Das war gar nicht so einfach, für rund 1000 Kinder Turnschuhe zu besorgen. Aber wir finden: Wenn ein Kind das Pech hat, in einer armen Familie mit wenig Liebe zu leben, muss man sich um das Kind kümmern und helfen. Man muss dem Kind zeigen, dass es etwas wert ist. Auch Prominente unterstützen uns dabei. Der Komiker Mario Barth hat jetzt zum Beispiel rund 200 Arche-Kinder ins Kino eingeladen.

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