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Wechseln in der Boxengasse – Kartfahrer Maximilian erzählt

23.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sein Vorbild ist Sebastian Vettel, der Weltmeister in der Formel 1. Auch der 16-jährige Maximilian Beer ist Rennfahrer. Er fährt Rennen im Kart. In den nächsten Tagen nimmt er an der Weltmeisterschaft teil. Die steigt in Essen in Nordrhein-Westfalen. Aus dieser Stadt kommt Maximilian. Der junge Motorsportler erklärte dpa-Nachrichten für Kinder, wie man sich bei einem Kartrennen im Team abwechselt.

Was macht dir Spaß am Kartfahren?

Maximilian fährt erfolgreich Kart. Er macht in den nächsten Tagen bei der Weltmeisterschaft mit. Foto: Rolf Vennenbernd

„Kartfahren macht für mich einfach Spaß, es ist aufregend. Jedes Rennen ist eine große Herausforderung. Es ist ein Nervenkitzel, wenn man weiß, da sind noch ganz viele andere, die mit einem um den Sieg kämpfen. Und die einen daran hindern wollen, Erster zu werden.“

Wie läuft denn so ein Kartrennen ab, wenn ihr im Team fahrt?

„Das ist aufgebaut in ein Training, in eine Quali und in ein Rennen. Im Training fährt man einfach so, um die Strecke kennenzulernen. In der Quali fährt man bei uns zehn Minuten. Dann werden die Platzierungen angeschaut und dann gibt es eine Startaufstellung. Da werden die Teams der Reihe nach aufgestellt. Und dann wird ein Rennen gefahren. Das dauert meistens so drei bis sechs Stunden.“

Wie hält man das denn durch?

„Man fährt nicht allein die ganze Zeit durch. Wir fahren in einem Team, mit meistens zwei oder mit drei Leuten. Und jeder fährt dann so seine zwei Stunden. Das kann man schon aushalten, wenn man gut trainiert ist.“

Und dann wechselt man sich ab?

„Genau. Es gibt eine Boxengasse, da muss man vorher reinfahren. Davor gibt es eine Ampel. Da muss man kurz warten. Und dann kann man in die Box reinfahren. In der Box kann man dann wechseln. Wenn die roten Ampeln auf Grün springen, kann der andere weiterfahren.“

Und wann wechselt man?

„Das kann man selbst entscheiden. Oder es wird von unserem Teamchef festgelegt.“

Und wie entscheidet der das?

„Der entscheidet das danach, in welcher Verfassung der Fahrer ist. Also ob er merkt, dass der gerade nicht mehr kann, dass seine Qualität oder seine Ausdauer nachlässt. Und er entscheidet so, dass es gerecht ist, also dass jeder etwa die gleiche Zeit fährt.“

Wie bekommt ihr denn die Anweisung, in die Boxengasse zu fahren?

„Das machen wir meistens mit Handzeichen. Wir haben so eine Art Taschenlampe. Mit der wird uns gewunken, wenn wir direkt in die Box fahren sollen. Oder der Daumen geht hoch: Das heißt, noch eine Runde fahren und dann kommt die Lampe.“

Wenn man mit dem Kart irgendwo dagegenknallt, tut das eigentlich weh?

„Wenn man frontal in die Wand fährt, tut das schon sehr weh. Aber das passiert uns nicht mehr.

Bei uns ist es eher so, wenn man im Zweikampf mit einem anderen Fahrer ist, dass man sich gegenseitig berührt. Aber das tut nicht sehr weh, weil die Karts einen Rammschutz haben.

Der fängt den Schlag auf. Und die Fahrbahnbegrenzungen, die Banden, sind eigentlich aus alten Autoreifen, die federn auch, wenn man mal dagegenfährt.“

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