Paulas Nachrichten

Wasser auf dem Mond

11.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Er ist unser ständiger Begleiter und leuchtet oft wie eine Lampe vom Himmel: der Mond. Obwohl sogar schon Menschen dort herumliefen, birgt der Erdtrabant so manche Überraschung. Erst seit wenigen Jahren weiß man, dass es dort oben Wasser gibt.

Eine staubtrockene Wüste! So stellten Forscher sich den Mond lange Zeit vor. Selbst als Astronauten auf dem Mond landeten, fanden sie dort keine Hinweise auf Wasser. Aber seit einigen Jahren wissen Weltraum-Forscher: Auf dem Himmelskörper lagert Eis.

„Wenn wir Sonden ins All zu fernen Planeten schicken, dann kommen sie meistens auch am Mond vorbei“, erklärt der Experte Ralf Jaumann aus Berlin. Manche Sonden filmten die Mondoberfläche mit Geräten, die winzigste Teilchen erkennen können. Auf den Aufnahmen entdeckten die Forscher etwas, das ähnlich aussah wie Wasser. „Die Idee entstand, dass gerade an den Polen des Mondes Eis sein könnte, also gefrorenes Wasser“, sagt Ralf Jaumann.

Denn der Mond ist übersät von zahllosen Kratern. Die entstanden, als andere Himmelskörper auf die Oberfläche knallten. Und an den Polen scheint in diese Löcher niemals die Sonne. Deshalb ist es dort immer extrem kalt, sodass Wasser gefroren bleibt – und nicht verdunsten kann.

Vor ein paar Jahren wollten Forscher aus den USA schauen, ob und wie viel Wasser es an den Polen gibt. Also ließen sie ein Raketenteil in einen Krater krachen. Der Aufprall wirbelte eine riesige Wolke hoch. Die Forscher schauten genau, was darin so steckte. Tatsächlich fanden sie Wasserteilchen. Und sie berechneten, wie viel Wassereis in den Mondkratern schlummert. Insgesamt ist das vermutlich etwa so viel Wasser, wie in den Bodensee passt. Und das ist immerhin der größte See Deutschlands.

Doch wie kommt das Wasser auf den Mond? „Durch andere Himmelskörper wie zum Beispiel Kometen“, erklärt Ralf Jaumann. „Kometen bestehen zum größten Teil aus Wassereis. Wenn sie auf den Mond einschlagen, schmilzt und verdampft das Eis. Aber in den kalten Kratern können sich Wasserteilchen sammeln und zu Eis gefrieren.“

Dass man so lange gebraucht hat, um das Wasser zu finden, wundert Ralf Jaumann nicht. So sei Wissenschaft eben manchmal, sagt er. „Man glaubt lange Zeit etwas zu wissen. Und dann merkt man, dass es doch anders ist.“

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