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Waschbären lieben Essen aus der Mülltonne

15.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Regenrohre oder Dachböden: Viele Waschbären machen es sich gern in Häusern oder anderen Plätzen in den Städten bequem.

Normalerweise leben die Tiere zwar in Wäldern. Doch in der Nähe von Menschen finden sie häufig leichter etwas zu fressen. Deswegen lassen sie sich auch gern in Schuppen, Garagen oder eben Häusern nieder. Ihre Nahrung finden sie oft auf Mülldeponien oder in Bio-Mülltonnen. Für die Waschbären sind solche Orte zwar prima Orte zum Leben. Doch darüber freuen sich nicht alle Menschen. Denn die Tiere können ganz schön Krach machen. Wenn sie das ständig über einem im Haus tun, kann das mit der Zeit richtig nerven. Bei ihren Streifzügen schieben sie auch mal Dachziegel zur Seite. Dann sind die Dächer bei Regen undicht. Oder die Tiere beschädigen Wasserrohre oder Elektrokabel. Experten sagen daher, dass man die Waschbären nicht füttern sollte. Denn sonst bleiben sie erst recht dort wohnen, wo sie nicht sollen!

Waschbären stammen eigentlich aus Amerika

Waschbären stammen ursprünglich aus Kanada, den USA und Mittelamerika. Vor vielen Jahren kamen sie aber auch zu uns nach Europa. Wirklich geplant war das allerdings nicht: Vor rund 70 Jahren beispielsweise entwischten in Deutschland einige Tiere aus einer Zuchtfarm in Rheinland-Pfalz. Auch in Brandenburg brachen mehrere Jahre danach einige Waschbären aus einer Farm aus.

Als die Tiere erst einmal in der freien Natur herumliefen, konnten sie sich gut vermehren. Denn Waschbären vermehren sich ziemlich schnell: Ein Weibchen kann einmal im Jahr bis zu acht Junge bekommen. Auch aus diesem Grund gibt es bei uns mittlerweile zahlreiche Waschbären. Wie viele es genau sind, wissen die Fachleute allerdings nicht.

Übrigens: Waschbären werden etwa bis zu 70 Zentimeter lang. Dazu kommt noch der Schwanz. Er kann weitere 30 Zentimeter lang sein.

Ein kleiner Waschbär „winkt“ im Tierpark Neumünster den Besuchern zu. Foto: Lenhard Klimek

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