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Was tun, wenn’s brennt? – Eine Feuerwehrübung im Landesmuseum

25.01.2014, Von Markus Brinkmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Florian Gödde von der Stuttgarter Feuerwehr erklärt, wie man sich richtig verhält, wenn ein Feuer ausbricht

Möglichst schnell das Zimmer verlassen, alle Bewohner des Hauses informieren und dann die Feuerwehr anrufen: Wenn es brennt gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Es ist eine schreckliche Vorstellung: Aus irgendeinem Grund bricht auf einmal Feuer aus. Mitten in der Wohnung. Erst qualmt es leicht, dann kommen die Flammen. In Sekundenschnelle ist das ganze Zimmer komplett verraucht. Man kann die eigene Hand vor den Augen nicht mehr sehen und gerät in Panik. Doch das ist genau die falsche Reaktion. Florian Gödde erklärt, wie man sich richtig verhält. Er arbeitet bei der Stuttgarter Feuerwehr.

Den Raum verlassen

„Wenn es brennt, sollte man den Raum sofort verlassen und alles stehen und liegen lassen – auch das Spielzeug“, sagt Florian Gödde. „Sich im Schrank oder unter dem Bett zu verstecken ist eine dumme Idee.“ Versperrt das Feuer den Weg zur Tür, sollte man sich ans Fenster stellen. „Aber dort nicht versuchen, aus dem Zimmer zu klettern“, sagt Gödde. „Viel wichtiger ist es, sich bemerkbar zu machen.“

Also schreien, damit die Nachbarn oder die Feuerwehr wissen, dass sich noch jemand im Haus befindet. Brennt es auf dem Flur, dann sollte man einfach die Tür schließen und ebenfalls ans Fenster gehen. „Das Zimmer ist dann erst einmal sicher, bis die Feuerwehr kommt.“

Auf den Boden

Ist das Zimmer bereits stark verraucht, dann ist es am besten, wenn man sich auf den Boden legt. „Dort ist die Luft sauberer, und man kann besser sehen“, sagt Gödde.

Natürlich darf die Leiter nicht fehlen. Ein Feuerwehrmann schaut, ob sich das Feuer bis unter das Dach ausgebreitet hat. Auch er hat einen Schlauch dabei. Fotos: Piechowski

Das liegt daran, dass der weiße Rauch nach oben zieht. Dort wird es dann richtig heiß. Auf dem Boden dagegen ist es noch kühler.

Alarm im Landesmuseum: In einem Keller soll ein Brand ausgebrochen sein. Starker Rauch hat sich entwickelt. Als die Feuerwehr ankommt, kann man kaum die Hand vor Augen sehen.

So kann man sich dann kriechend aus dem Zimmer bewegen.

Tür zu

Hat man das Zimmer dann verlassen, sollte man die Tür hinter sich schließen. Das hat folgenden Grund: „Die Tür hält das Feuer und den Rauch davon ab, sich in der ganzen Wohnung zu verteilen“, sagt der Feuerwehrmann.

Bescheid sagen

Als Nächstes ist es wichtig, beim Verlassen des Hauses möglichst alle Hausbewohner vor dem Feuer zu warnen.

Die 112 anrufen

„Bei der Feuerwehr sollte man erst dann anrufen, wenn man sich selbst in Sicherheit gebracht hat“, sagt Gödde.

Dabei sollte man vor allem die sogenannten W-Fragen beachten: Wer ruft an? Wo ist es passiert? Was ist passiert? Wie viele Personen sind betroffen? „Ganz wichtig ist, dass die Feuerwehr das Gespräch beendet, nicht die Person, die angerufen hat.“

Denn manchmal gibt es zum Beispiel in einer Stadt zwei Straßen mit dem gleichen Namen. „Da müssen wir natürlich wissen, welche Straße genau gemeint ist.“

Warten

Wenn man den Notruf abgesetzt hat, dann sollte man vor dem brennenden Haus warten.

„Kommt die Feuerwehr dann angefahren, sollte man sich bemerkbar machen und den Kollegen so viele Informationen wie möglich geben“, sagt Gödde.

„Etwa ob sich noch Personen im Haus befinden und wenn ja, wo sie sein könnten.“

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