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Was ist mit den Bienen los?

05.08.2017, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wenn Bienen in Gefahr sind, haben wir Menschen ein Problem

Bienen helfen dabei, dass Pflanzen Früchte tragen. Doch Fachleute sorgen sich um die Insekten. Giftstoffe machen den Tieren zu schaffen. Imker und Forscher versuchen, die Bienen zu beschützen.

Die Grafik zeigt den Weg der Honigbiene vom Bienenstock zur Blüte und wieder zurück. Grafik: S. Stein

BERLIN (dpa). Imker und Forscher machen sich Sorgen. Immer wieder hört man seit einigen Jahren, dass es den Bienen schlecht geht. Tierschützer warnen: Die Insekten werden immer weniger. Imker haben Mühe, ihre Bienen gesund zu halten und Honig zu ernten.

Wenn Bienen in Gefahr sind, haben wir Menschen ein Problem. Nicht nur, weil wir dann weniger Honig essen könnten. Honigbienen und andere Insekten sorgen dafür, dass Pflanzen Früchte tragen. Auf der Suche nach Futter schleppen sie Blütenstaub von einer Blüte zur nächsten.

Honigbienen sind besonders fleißig beim Bestäuben

Dieser Staub wird auch Pollen genannt. Die Pollen landen auf einem bestimmten Pflanzenteil, dem Stempel. So wird die Blüte bestäubt und die Pflanze befruchtet. Nun können Früchte wachsen – etwa ein Apfel, eine Birne oder eine andere Obst- oder Gemüsesorte.

„Honigbienen bestäuben besonders fleißig“, erklärt der Imkermeister Benedikt Polaczek. „Sie sind ständig unterwegs, um Vorräte für ihr Volk zu sammeln.“ Außerdem bleiben sie während ihrer Ausflüge einer Blütenart treu. Sie fliegen also dieselbe Pflanzenart an.

Dadurch gelangt der richtige Pollen zur richtigen Blüte. „Etwa acht von zehn Nutzpflanzen werden deshalb von Honigbienen bestäubt“, schätzt der Bienen-Experte.

Dass in den vergangenen Jahren immer wieder Honigbienen gestorben sind, hat viele Gründe. Zunächst gibt es nicht mehr überall genug Futter in der Natur. Außerdem haben es die Tiere schwer, wenn es zu kalt oder zu nass ist. Häufig beobachten Imker auch, dass Bienenvölker von Schädlingen befallen werden.

Manche Schädlingsbekämpfungsmittel sind sehr giftig

Umweltschützer sagen: Ein besonders großes Problem sind die Pestizide. Pestizide sind Giftstoffe, mit denen Landwirte ihre Pflanzen vor gefräßigen Schädlingen schützen. Doch manche Mittel sind für alle Insekten giftig.

Zwar gibt es schon Vorschriften und Techniken, um Bienen zu schützen. Doch viele Wissenschaftler meinen, dass das nicht ausreicht. Andere Fachleute sagen hingegen, die Folgen für die Bienen seien nicht so schlimm wie befürchtet.

Unabhängig davon versuchen viele Menschen, unsere Bienen zu schützen. Manche züchten als Hobby-Imker Bienen in einem eigenen Stock. Andere richten ihren Garten und Balkon mit bienenfreundlichen Pflanzen her.

Manche Landwirte versuchen, auf die giftigen Pflanzenschutz-Mittel zu verzichten. Auch Bienenforscher suchen nach neuen Wegen, wie sich die Insekten wohler fühlen können. Und tatsächlich: „Die Imker berichten, dass sich die Bienenvölker langsam wieder erholen“, sagt Benedikt Polaczek.

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