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Was bin ich doch für ein prachtvolles Tor!

30.01.2016, Von Alexandra Stober — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Deshalb schaut auch fast jeder Besucher der Hauptstadt Berlin bei mir vorbei.

Bin ich nicht schön? Ich gebe zu: Das klingt ein bisschen eitel. Aber immerhin bin ich das wohl berühmteste Wahrzeichen Deutschlands. Ich bin nämlich das Brandenburger Tor.

Das Brandenburger Tor, fotografiert vom Pariser Platz aus. Das Tor wurde vor mehr als 200 Jahren erbaut. Foto: Alexandra Stober

Ein Bild von mir hast du schon einmal in der Hand gehabt. Da bin ich mir ganz sicher! Du weißt nicht, was ich meine? Dann kram doch bitte eine 10-Cent-Münze aus deinem Sparschwein. Es können auch 20 Cent oder 50 Cent sein. Es müssen allerdings deutsche Euro-Münzen sein. Auf diesen Münzen bin ich auf der Rückseite abgebildet.

Weil ich ein berühmtes Wahrzeichen für Deutschland bin. Ich bin das Brandenburger Tor! Wenn du mich in echt bewundern möchtest, musst du nach Berlin reisen. Dort stehe ich nämlich, mittendrin in der Hauptstadt unseres Landes. Als ich vor mehr als 200 Jahren gebaut wurde, war ich allerdings noch nicht in der Mitte. Im Gegenteil: Ich diente als Stadttor, stand also am Rande Berlins.

Von hier aus führte eine Straße zur Stadt Brandenburg. Daher kommt auch mein Name.

Es gab schon ein Tor

An dieser Stelle der Stadtmauer gab es schon ein Tor, bevor ich gebaut wurde. Doch der damalige König fand das nicht schick genug. Schließlich endete an dieser Stelle die prächtige Straße Unter den Linden – wie heute auch noch. Und dann so ein mickriges Törchen als Abschluss? Da musste etwas anderes her, etwas Prunkvolles. Deshalb beauftragte der König einen Architekten, mich zu planen. Für alle, die es ganz genau wissen wollen: Der König war Friedrich Wilhelm II. (gesprochen: der Zweite). Der Architekt hieß Carl Gotthard Langhans.

Heraus kam ich – ein mächtiges Tor aus hellem Sandstein mit sechs hohen Säulen vorne und hinten. Jede davon ist so hoch wie ein Zehn-Meter-Brett und ein Fünf-Meter-Brett im Schwimmbad übereinandergestapelt. Wahrlich stattlich!

Fünf Durchfahrten nebeneinander

Toll, dass ich fünf Durchfahrten nebeneinander habe. Die in der Mitte ist übrigens etwas breiter als die restlichen. Da durfte wohl nur die Kutsche der königlichen Familie durchfahren.

Heute darf das keiner mehr, zumindest nicht mit dem Auto. Seit mehr als zehn Jahren dürfen mich nur noch Fußgänger und Radfahrer passieren. Zum Glück! Die Auto-Abgase haben mir nämlich im Laufe der Zeit ganz schön zugesetzt.

Außerdem finde ich es schön, dass die Leute mich so in Ruhe aus der Nähe betrachten können. Das wäre nicht möglich, wenn noch immer Autos durch mich hindurchfahren würden. Komm also ruhig mal vorbei!

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