Paulas Nachrichten

Warum wir fühlen, wenn wir riechen

02.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kennt ihr das auch? Wenn es zu Hause in der Küche nach Plätzchen duftet, wirkt das gemütlich. Wer den Geruch von Zimt in die Nase bekommt, denkt oft an Weihnachten. Und wenn es im Frühling im Wald so schön nach frischem Grün riecht, macht das viele irgendwie froh und ausgelassen. Kein Wunder, denn viele Gerüche sorgen bei Menschen für Gefühle.

Doch wie ist es möglich, dass wir so stark auf Gerüche reagieren? Forscher sagen: Wenn wir etwas das erste Mal riechen, werden die Infos dazu in einem bestimmten Bereich im Gehirn gespeichert.

Dort verarbeitet das Gehirn auch Gefühle und Erinnerungen. So kommen also der Geruch, Erinnerung und Gefühl zusammen.

Wenn wir zum Beispiel das Gewürz Zimt riechen, erinnern sich viele Leute bei uns an die Adventszeit. Denn dann gibt es besonders viele Leckereien mit Zimt – etwa Kekse.

Für manche ist das ein gutes Gefühl: Draußen schneit es, man sitzt gemütlich auf dem Sofa, eine Kerze brennt, es gibt Plätzchen und alles ist friedlich.

Riechen wir diesen Duft erneut, verbinden wir mit ihm meist die alten Erinnerungen und Gefühle. Wer dabei an etwas Schönes denkt, riecht den Duft also gern. Das funktioniert allerdings auch umgekehrt bei schlechten Erinnerungen.

Manche bekommen schon ein mulmiges Gefühl im Bauch, wenn sie nur das Haus betreten, in dem ihr Zahnarzt arbeitet. Das kann mit dem speziellen Geruch zu tun haben. Der kommt zum Beispiel von den Mitteln, die ein Zahnarzt benutzt – etwa um Löcher zu füllen.

Wenn es nach Plätzchen duftet, finden viele Leute das angenehm. Nicht nur, weil es bald leckere Plätzchen gibt, sondern weil der Duft sie manchmal an schöne Stunden erinnert. Foto: Patrick Pleul

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