Paulas Nachrichten

Warum landet so viel Essen auf dem Müll?

23.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Joghurt ist abgelaufen . . . Und das Brot schmeckt eklig alt. Ab auf den Müll damit? Das machen viele so. Jedes Jahr werfen wir haufenweise Lebensmittel weg.

Rund 20 Millionen Tonnen seien das bei uns insgesamt, sagte die deutsche Ministerin Ilse Aigner am Dienstag einer Zeitung. Sie findet: Wir sollten viel achtsamer mit Essen umgehen. Das meint auch der Filmemacher Valentin Thurn. Der 47-Jährige hat Dokumentarfilme über Lebensmittel gedreht, die auf den Müll wandern – obwohl man sie noch essen könnte. Was läuft da falsch? Valentin Thurn hat es „dpa-Nachrichten für Kinder“ erklärt.

Warum werfen wir so viel weg?

„Wir alle sind daran gewöhnt, dass zum Beispiel ein Supermarkt zu jeder Zeit alles hat. Auch wenn wir abends um zehn einkaufen gehen, dann hätten wir gern noch unser Lieblingsbrot und frische Milch und Erdbeeren. Wenn die Supermärkte nur so viel in die Regale stellen würden, wie auch ungefähr gekauft wird, dann wären viele Dinge abends oder am Samstagnachmittag eben ausverkauft. So aber wird viel weggeworfen.“

Aber sind leere Regale denn schlimm?

„Die Händler wollen das meistens vermeiden. Viele Bäcker haben zum Beispiel Angst, dass ihre Kunden dann zu einem anderen Bäcker gehen, der ihr Lieblingsbrot auch abends noch hat. Der Wettbewerb ist ziemlich hart. Außerdem ist es gut für die Hersteller, wenn wir viel wegwerfen. Denn dann kaufen wir auch viel nach – und die Hersteller verdienen mehr Geld.“

Aber es gibt doch Tafeln, wo das übrige Essen aus den Läden an arme Menschen verteilt wird.

„Das ist auch eine gute Sache. Aber es gibt gar nicht genug arme Menschen in Deutschland, um alle unsere Reste zu essen. Das ist einfach viel zu viel.“

Kann man sie denn nicht zu den Menschen in armen Ländern schicken?

„Dinge wie Gemüse, Brot oder Milch kann man nicht weit schicken – die verderben zu schnell. Außerdem sollen sich die Menschen in solchen Ländern doch selbst ernähren können. Sie sollen in ihrem eigenen Land Nahrungsmittel anbauen. Und nicht abhängig werden von reichen Ländern, die ihnen ihre Reste geben.“

Lebensmittel liegen in einer Mülltonne

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