Paulas Nachrichten

Wale beobachten vor der Küste Islands

14.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wasser, wohin das Auge reicht. Grau-blaue Wellen plätschern gegen den Rumpf des Schiffes, ein paar Möwen ziehen über der Wasseroberfläche ihre Runden.

Nur ganz weit in der Ferne ist noch ein Streifen Land zu sehen. Trotzdem stehen Menschen dicht an dicht am Geländer des Schiffs - der Reling - und starren wie gebannt auf das Meer. Denn sie hoffen: Irgendwo taucht vielleicht ein Delfin oder Wal aus den Fluten auf. Plötzlich hebt ein Mann den Arm, deutet mit ausgestrecktem Finger auf den Ozean und ruft: „Da!“ Wie auf Kommando zücken zwei Frauen ihre Ferngläser. Ein anderer Mann greift zu seinem Fotoapparat. Aber zu sehen ist nichts.

„Manchmal spielt einem die Fantasie einen Streich“, weiß Vignir Sigursveinsson. Er ist Kapitän des Walbeobachtungsschiffs Elding in Island. Das ist ein Land im Norden Europas. Fast täglich fahren er und seine Kollegen mit Touristen aufs Meer hinaus, um die großen Meeressäuger aufzuspüren. Oft lassen sich die Besucher täuschen. Und halten einen besonders hohen Wellenkamm, einen Schatten oder eine Spiegelung für die Flosse eines Wals.

Die Augen des Kapitäns sind da schon geübter. „Ich weiß ja auch, worauf ich achten muss“, sagt er. Jeder Wal hat ein besonderes Tauchverhalten. Manche Wale strecken ihre Schwanzflosse in die Luft, bevor sie tief in die Fluten hinabtauchen. Zum Beispiel Buckelwale. Andere zeigen nur ihre Rückenflosse wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Dazu gehören die Schweinswale.

All diese Tiere und noch einige andere Wal- und Delfinarten sind vor der isländischen Küste anzutreffen. Und natürlich hoffen auch die heutigen Passagiere, den einen oder anderen Meeressäuger zu sehen. Doch dafür bedarf es vor allem eines: Geduld. Eine halbe Stunde ist das Boot schon unterwegs, ohne dass ein Wal aufgetaucht ist.

Doch plötzlich ertönt die Stimme des Kapitäns durch den Lautsprecher. Auf der rechten Seite des Bootes hat er ein Tier entdeckt. Tatsächlich! Aus dem Wasser ragt eine graue Flosse. Leider nur kurz. Dann verschwindet das Tier wieder in den Tiefen des Ozeans.

Doch schon bald taucht nur wenige Meter neben dem Boot eine Gruppe Weißschnauzen-Delfine auf. Die Körper der Tiere springen aus dem Wasser. Und auf dem Rückweg zur Küste taucht auch noch eine dreieckige Rückenflosse mit stumpfer Spitze auf - ein Schweinswal. Die Kameras klicken. Die Touristen freuen sich, ihre Geduld hat sich gelohnt.

Buckelwal im Nordatlantik in der Bucht von Husavik im Norden von Island. Foto: Thomas Borchert

Paulas Nachrichten

Einmal schön gruseln, bitte

Die amerikanische Halloween-Tradition, im Oktober Kürbisse zum Herstellen von Fratzen zu nutzen, hat sich auch in Deutschland durchgesetzt

In der Nacht zum 1. November feiern viele Menschen Halloween. Woher kommt der Brauch? Einige Fachleute meinen:…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten