Paulas Nachrichten

Von der Kakaobohne in die Smarties-Rolle

01.10.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Da liegen sie im Laden, die kleinen, bunten Schokolinsen. Aber wo kommen die „Smarties“ eigentlich her? Die achtjährige Helena ist der Sache nachgegangen und hat sich in der „Chocoladenfabrik“ in Hamburg einmal umgeschaut.

Schon auf dem Fabrikgelände duftet es herrlich nach Schokolade. Werksleiterin Barbara Bötsch wartet schon auf die achtjährige Helena. Frau Bötsch trägt einen weißen Kittel, eine Haube und feste Schuhe. Auch Helena muss sich einen Kittel anziehen und eine Haube aufsetzen. „Das ist wegen der Sauberkeit. Die ist natürlich besonders wichtig, wenn es ums Essen geht“, erklärt Frau Bötsch und nimmt Helena mit in die erste Halle. Helena erfährt heute, wie Smarties hergestellt werden.

Die Maschinen in der Halle machen einen solchen Lärm, dass Helena und Frau Bötsch Ohrstöpsel tragen – wie auch alle Arbeiter hier. „20 Milliarden Smarties im Jahr stellen wir hier her“, sagt die Werksleiterin. „Mit dieser Menge könnten wir eine Kette aus Schokolinsen von der Erde bis zum Mond basteln.“

Damit die Smarties überhaupt entstehen können, braucht man sehr viel Schokolade. Die wird aus Kakaobohnen gewonnen. „Die Bohnen werden erhitzt, zerkleinert und mit Milch, Vanille und Zucker gemischt, damit die Schokolade richtig gut schmeckt. Anschließend werden die Bohnen in Walzstraßen zu Pulver zermahlen“, erklärt Barbara Bötsch. In riesigen Bottichen, den sogenannten Conchen, wühlen sich Rührarme durch die Schokoladenmasse. Die ist rund 60 Grad heiß und gluckert stundenlang vor sich hin. So entsteht die flüssige Schokolade.

Dann fließt der Schokobrei durch meterlange Rohre in die nächste Halle. Dort wird er in viele kleine und eiskalte Förmchen gegossen, die sich auf großen Walzen befinden. So entsteht die typische Linsenform. Dicht an dicht liegen die braunen Schokokügelchen nun nebeneinander. Sie werden auf minus 20 Grad abgekühlt, damit sie fest werden.

„Das sieht ja aus wie ein langer Schokoladen-Teppich“, staunt Helena. Und der wird jetzt nach und nach in Stücke gebrochen. Die einzelnen Schokolinsen fallen durch ein Sieb mit kleinen Löchern. Am Ende des Fließbandes kullern dann Tausende der kleinen braunen Linsen in einen Behälter. „Jetzt fehlen aber noch die Farben“, stellt Helena fest. „Ja. Damit die Linsen so richtig bunt werden, müssen wir sie noch schminken“, sagt Barbara Bötsch und lacht dabei.

„Aber zuerst werden sie mit einem hauchdünnen Zuckerguss überzogen, damit die braune Schokolade nicht durchschimmert.“ Helena stellt sich vor eine der großen Maschinen: „Die sehen ja aus wie riesige Waschmaschinen“, findet sie. In elf Riesentrommeln werden die braunen Schokolinsen durcheinandergewirbelt und mit Farben besprüht: Rot, Grün, Gelb, Rosa, Lila, Blau, Braun und Orange.

„Viele Male wird eine Schokolinse mit den Farben, Mehl, Zucker und Bienenwachs beschichtet. Und damit sie schön glänzen, werden sie am Ende noch poliert“, erklärt Barbara Bötsch. Jetzt sind die Smarties fertig und fallen aus den Riesentrommeln in kleine Wagen. Weiter geht die Reise in die nächste Halle. Dort werden sie verpackt.

„In jeder Schachtel sollen möglichst gleich viele von jeder Farbe sein“, erklärt Frau Bötsch. Über Förderbänder werden die Schokolinsen in große Papprollen mit bunten Deckeln, in kleine Pappschachteln oder auch in Plastiktüten gefüllt. Zuletzt landet alles noch in Kartons, damit man die kleinen Süßigkeiten besser zum Supermarkt transportieren kann. Der Rundgang ist zu Ende und Helena darf endlich kosten: „Hmm, lecker. Jetzt weiß ich, wie man Smarties macht.“

Viele bunte Schokolinsen rollen vom Band in die Verpackungsmaschine. In Hamburg werden jeden Tag zwei Lastwagen-Ladungen davon hergestellt.

Helena würde jetzt gerne einmal probieren. Fotos: Michaela Freund-Widder

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Paula tut das Fern nicht weh

Hallo, liebe Kinder,

das war ja wie im Frühling letzte Woche! Die Wärme und das Sonnenlicht haben mir richtig gutgetan. Also bin ich natürlich mal zum Andreas nach Hause gewatschelt. Der saß auf seinem Sofa und hat ein Buch gelesen. Ich habe ihn gleich mal angeschnattert: „He, guten Tag!…

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