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Von der Idee zur Serie: Der Drehbuchautor

25.06.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wer überlegt sich eigentlich die vielen einzelnen Geschichten für eine Fernsehserie? Das macht zum Beispiel Tom Chroust. Er ist Drehbuchautor der Serie „Alles was zählt“ des Senders RTL. Den dpa-Nachrichten für Kinder erzählte Tom Chroust, wie er in den Beruf eingestiegen ist, und was ein Drehbuchautor macht, wenn ein Schauspieler aus der Serie aussteigen will.

Wie wird man denn Drehbuchautor?

Am Besten macht man einfach mal ein Praktikum bei einer Fernsehserie. Ich habe zum Beispiel nach der Schule ein Praktikum im Story Department (gesprochen: stori dipatment) bei „Verbotene Liebe“ gemacht. Das ist eine Serie bei dem Sen-der ARD. Story Department ist die Bezeichnung für eine ganze Abteilung, die damit beschäftigt ist, die Geschichte weiterzuschreiben. Bei einer täglichen Serie braucht man da mehrere Leute. Sonst schafft man den ganzen Stoff ja gar nicht.

Was macht man als Drehbuchautor, wenn ein Schauspieler der Serie auf einmal aufhören will?

Weil wir in der Serie ja eine fortlaufende Geschichte erzählen, kann man eine Figur natürlich nicht einfach verschwinden lassen. Wenn es um eine Nebenrolle geht, sagt man vielleicht, die Figur könnte in ein anderes Land auswandern. Oder die Geschichte um eine Figur ist auserzählt, dann kann man manchmal auch mit einem Todesfall die Geschichte neu anschieben. Bei einer Hauptrolle ist es dagegen schwieriger: Manche Charaktere sind sogar so wichtig, dass man den Originalschauspieler aufhören lässt, und ein neuer Schauspieler die Rolle übernimmt.

Wenn du dich schon den ganzen Tag mit Serien beschäftigst, was schaust du dann nach der Arbeit? Vielleicht eher Krimis oder Nachrichten?

Nein, ich gucke tatsächlich auch Zuhause alle deutschen, täglichen Serien. Natürlich nicht in voller Länge, sondern im Durchlaufsystem. Ich möchte schauen: Warum kommen bestimmte Serien bei den Zuschauern gut an und andere nicht? Außerdem sehe ich mir amerikanische Serien an, auch um zu sehen: Wo sind die Unterschiede, wo sind vielleicht amerikanische Serien ein Vorbild?

Tom Chroust, Drehbuchautor bei der RTL-Soap „Alles was zählt“ Foto: Jörg Carstensen

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