Paulas Nachrichten

Vom Berg auf den Spielplatz

10.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wir alle haben schon mal mit ihm gespielt – am Strand oder auf dem Spielplatz. Die Rede ist von Sand. Der besteht aus klitzekleinen Steinchen. Doch die waren nicht immer so klein.

Unter dem Mikroskop sieht Sand ganz anders aus. Foto: Christoph Heubeck

Wenn man vom Strand oder dem Spielplatz kommt, klebt er fast überall – am Körper, an den Klamotten, in den Schuhen: Sand! Meist hat Sand aber einen viel weiteren Weg hinter sich als nur vom Spielplatz in den Schuh. „Sand ist zerkleinertes Gestein – zum Beispiel aus den Bergen“, erklärt Mandy Koch. Sie ist Geografin und kennt sich deshalb mit Sand sehr gut aus. Geografen untersuchen unter anderem die Oberfläche der Erde.

Damit aus einem Berg irgendwann mal feiner Sand wird, braucht man die Natur: große Hitze, klirrende Kälte, Regen, Wind oder starken Sonnenschein. Diese Erscheinungen kriegen selbst härteste Felsbrocken irgendwann klein. Zum Beispiel Regen. Wenn Wasser in eine Felsspalte läuft und im Winter gefriert, dehnt es sich aus. Dabei kann das Eis ein Stück Fels absprengen – und der Stein bekommt weitere Risse.

„Auch Pflanzen können Steine zersprengen“, sagt die Expertin. Manchmal findet ein Baum mit seinen Wurzeln in Felsspalten Halt. Dann können seine Wurzeln den Stein auseinanderdrücken, wenn sie wachsen. Mit der Zeit entstehen aus einem Fels erst große Felsbrocken, dann immer kleinere Steine – und irgendwann auch Sand.

Das Ganze nennt man Verwitterung. Verwittern können Steine auch durch Chemie, zum Beispiel durch sauren Regen. Das ist Regenwasser, das durch chemische Reaktionen sauer geworden ist – also zu schwacher Säure. Und die kann Gestein angreifen und zersetzen. Bis ein ganzer Berg verwittert und zu Sand wird, dauert es aber ziemlich lange. Viele Tausend Jahre, sagen Fachleute.

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