Paulas Nachrichten

Viel Mühe für Gedrucktes

16.03.2013, Von Julia Lutzeyer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Auf einem Buch steht der Name des Autors – Doch nicht nur auf seine Arbeit kommt es an

Ob ein Buch gedruckt wird, entscheidet ein Verlag. Dort gibt es Lektoren, die Autoren bei ihrer Arbeit unterstützen. Manchmal wird auch ein Illustrator oder ein Übersetzer gebraucht, damit ein Buch so erscheinen kann, wie es später im Verkaufsregal steht.

In Deutschland gibt es etwa 22 000 Verlage. Sie bringen Bücher und Hörbücher, Zeitungen und Magazine, Kataloge und elektronische Medien wie CD-ROMs und DVDs auf den Markt. Doch bevor so ein Produkt überhaupt verkauft wird, passiert zuvor und auch danach eine ganze Menge.

Mitarbeiter von Verlagen suchen zum Beispiel nach Autoren und lesen Manuskripte. Die haben ihnen Schriftsteller und Fachleute geschickt, weil sie hoffen, dass daraus einmal ein Buch wird. Diese Mitarbeiter eines Verlags werden Lektoren genannt. Sie haben die Aufgabe, Texte zu suchen, die zum Programm des jeweiligen Verlags passen. Dafür müssen Lektoren viel lesen und auch Kontakte zu möglichen Autoren herstellen. Will ein Verlag das Werk eines Autors drucken, bekommt dieser normalerweise ein Vorabhonorar bezahlt. Zudem wird er an den Einkünften aus dem Verkauf seines Buchs beteiligt.

Übersetzer leisten viel, werden aber kaum beachtet

Manchmal kann man in Büchern lesen, dass der Autor dem Lektor in einem Vorwort oder Nachwort dankt. Das hat damit zu tun, dass Lektoren die Schriftsteller und Autoren während des Schreibens betreuen. Sie lesen die Geschichte oder Texte und prüfen, ob die Handlung logisch ist. Sie müssen auch darauf achten, dass die Worte richtig gewählt und fehlerfrei geschrieben sind.

Oft müssen Bücher in andere Sprachen übersetzt werden, zum Beispiel wenn ein Franzose, Amerikaner, Engländer oder Italiener das Werk in seiner Sprache geschrieben hat. Oder aber weil ein deutsches Buch auch im Ausland verkauft werden soll. Dann muss ein Übersetzer den ganzen Text in eine andere Sprache übertragen. Das ist keine einfache Aufgabe.

Insbesondere bei Literatur – etwa bei einem Gedicht oder einem Roman – wird nicht einfach ein deutsches Wort gegen irgendein passendes Wort in der anderen Sprache ausgetauscht. Ein guter Übersetzer achtet zum Beispiel darauf, dass auch Klang und Rhythmus der Sätze erhalten bleiben. Und er muss die Anspielungen verstehen, die zwischen den Zeilen mitschwingen.

Während die Namen von Autoren fast immer außen auf einem Buch zu lesen sind, werden Übersetzer oft nur innen genannt. Ihre Chance, bekannt zu werden, ist viel geringer als die eines Schriftstellers. Das gilt auch für Illustratoren und Grafiker. Sie sind zum Beispiel für die Bebilderung einer erzählten Geschichte und die Anordnung der Schrift auf den Seiten verantwortlich.

Lesereisen wiederum werden von der Presse- oder Marketingabteilung eines Verlags organisiert. Dort sorgen Leute durch solche Aktionen oder durch Werbung dafür, dass sich die Bücher eines Verlags möglichst gut verkaufen. Autoren lesen aus ihren neuen Werken häufig in Buchhandlungen, in Bibliotheken oder auf Buchmessen.

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