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Viel los auf der Schrauben-Farm

24.09.2016, Von Sabine Maurer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Tiere und Menschen wurden zusammengeschweißt

Josef Leidecker ist Western-Fan. Da passt es gut, dass er eine Farm aus Schrauben und Muttern baute. Dort gibt es viele Cowboys, Kühe, Pferde – und einen bockigen Esel.

Ein Löwe aus Schrott gefertigt steht auf dem Hof des Ateliers von Diedel Klöver. Foto: Carmen Jaspersen

WEHRHEIM. Wer den Wilden Westen mag, hat Spaß bei Josef Leidecker. Er hat sich eine große Farm mit Pferden, Rindern, Cowboys, Kutschen und einem Gebirge gebastelt. Das Tolle daran: Alle Figuren bestehen aus Schrauben und Muttern, die er zusammengeschweißt und angemalt hat. Sie sind etwa so groß wie Playmobil-Figuren.

Josef Leidecker ist ein großer Western-Fan. Ihm gehören drei richtige Pferde. Früher war er ein erfolgreicher Westernreiter und hat Turniere gewonnen. Vor 40 Jahren kam er auf die Idee, sich eine eigene kleine Farm zu basteln. Er hat sie „Schrauben-Ranch“ genannt. Ranch (gesprochen: Ränsch) nennt man zum Beispiel in Nordamerika große Bauernhöfe mit Tieren.

Auf der Ranch von Josef Leidecker ist viel los: Ein Mann repariert ein Holzhaus, Cowboys fangen Rinder ein – dabei purzeln einige von ihnen vom Pferd. Andere üben mit ihren Lassos. Eine Frau füttert Schweine, ein Mann zieht einen bockigen Esel hinter sich her. Neben der Ranch bauen Männer Eisenbahngleise, eine Postkutsche kommt angefahren.

Viel ruhiger ist es auf der Fohlenweide, auf der Stuten mit ihren Kleinen grasen. Etwas weiter entfernt leben Ureinwohner und sogar eine Bison-Herde!

Doch wie kann man überhaupt aus Schrauben und Muttern Menschen und Tiere basteln? Für den Körper hat Josef Leidecker mehrere Muttern aneinandergefügt. Die angeschweißten Beine bestehen aus Schrauben. Für Pferde, die zum Beispiel galoppieren, sind die Schrauben entsprechend verbogen.

Um das zu basteln, muss man geschickt sein und Erfahrung haben. Josef Leidecker hat früher als Feinmechaniker gearbeitet – das half. Doch auch bei ihm hat es lange gedauert, bis er das erste Mal ein schönes Pferd gebaut hatte. Die ersten Tiere waren hässlich. „Die Proportionen haben einfach nicht gestimmt“, erzählt er. Mal waren die Beine viel zu kurz, dann war der Hals oder der Kopf viel zu lang. Es war auch sehr schwierig, den passenden Reiter für ein Pferd zu bauen.

Mittlerweile braucht Josef Leidecker für einen Reiter mit Pferd etwa drei Stunden. Andere Sachen dauern natürlich länger. So hat er für die Postkutsche aus Schrauben, Muttern und Blech vier Tage lang in seiner Werkstatt getüftelt. Immer mal wieder baut er etwas Neues.

„Ich möchte noch einen Saloon haben“, sagt er. So nennt man Kneipen im Wilden Westen. Seine Ranch, die mehrere Meter lang ist, steht oben auf dem Dachboden seines Hauses. Manchmal zeigt der Western-Fan sie auf Ausstellungen – und wer ganz viel Glück hat, bekommt von ihm sogar ein Pferd geschenkt.

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