Paulas Nachrichten

Verfressene kleine Raupen

14.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Motten, oh nein! Wer von diesen Insekten hört, denkt meist an Löcher in Klamotten oder an Mehl, worin sie sich tummeln. Doch es gibt noch viel mehr über die kleinen Flattertiere zu erzählen.

Ein lauter Schrei aus dem Schlafzimmer! Muttis Lieblingspulli ist hinüber. Es sind lauter Löcher drin. Die Übeltäter sind schnell gefunden: Motten.

Dabei sind es gar nicht die fliegenden Tierchen, die sich durch Kleider fressen, sondern ihre Larven. Die futtern sich dick und rund, bevor sie sich in einen Kokon verstricken, aus dem dann später ein Schmetterling schlüpft. Ein Schmetterling? Jawohl, denn Motten gehören zu den Schmetterlingen.

Wenn es ums Essen geht, hat jede Mottenraupe ihr Leibgericht: Die Raupe der Kleidermotte sucht sich ihr Futter im Kleiderschrank. Die Raupe der Dörrobstmotte treibt im Vorratsschrank ihr Unwesen.

Das ist aber längst nicht alles: Die Raupe der Rosskastanien-Miniermotte hat es auf die Blätter bestimmter Kastanienbäume abgesehen.

Und die Larven der Wachsmotte mögen die Nester von Hummeln und Honigbienen – und fressen sich dort durch die Waben.

Später als fertige Motten fressen die Insekten dann manchmal überhaupt nichts mehr.

„Sie nutzen noch die Reserven, die sie sich als Raupe angefressen haben“, sagt ein Experte. Motten werden nicht sehr alt, oft dauert ihr Leben nur einige Tage. Dafür reicht die Energie aus, die sie in ihrem Körper gespeichert haben.

Die Raupe der Rosskastanien-Miniermotte hat es auf die Blätter bestimmter Kastanienbäume abgesehen. Foto: Patrick Pleul

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