Paulas Nachrichten

Ungefährlich, aber nervig: Wenn Würmer im Darm von Menschen leben

29.10.2016, Von Lisa Krassuski — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Wurm-Eier jucken und man muss nach dem Kratzen aufpassen, dass diese nicht überall verteilt werden

Sie sind klein, weiß und leben an einem dunklen Ort: Die Krabbeltiere sind ungefährlich. Aber sie sind manchmal ganz schön nervig.

Erklärgrafik: Das passiert bei Würmern im Körper. Grafik: S. Stein

GEESTHACHT  (dpa). Es juckt und juckt. Im Po zwickt es so sehr, dass man kaum einschlafen kann. Dann kann es sein, dass man sich mit Madenwürmern angesteckt hat. Das sind winzige Würmer, die im Darm von Menschen leben. „Die Würmer ernähren sich von den Nahrungsbestandteilen im Darm“, erklärt Ralf Bialek. Er ist Kinderarzt und Experte für Madenwürmer. Doch wie kommen die Krabbeltiere überhaupt in den Darm?

Madenwürmer legen Eier. Die Eier sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht sieht. Sie können zum Beispiel über die Hände in den Mund gelangen. Verschluckt ein Mensch diese Eier, entwickeln sich daraus im Darm innerhalb von zwei Wochen ausgewachsene Würmer. Die Wurm-Weibchen und die Wurm-Männchen paaren sich dann. Die Weibchen krabbeln im Anschluss den ganzen Darm entlang bis zum Po-Loch. An der Haut rund um das Loch legen sie Tausende klebrige Eier ab. Wenn die Würmer aus dem Po krabbeln und die Eier ablegen, kann das schrecklich jucken – vor allem nachts. „Es gibt Kinder, die merken, dass irgendetwas im Po ist und dann davon aufwachen“, sagt der Experte Ralf Bialek.

Das Problem ist: Wenn es am Po juckt, kratzen sich viele dort. Dadurch gelangen Wurm-Eier an die Hände und unter die Fingernägel. Kommt man dann mit den Händen an den Mund, kann es passieren, dass man wieder Eier verschluckt.

Manche fassen auch einen Gegenstand an und schmieren die Wurm-Eier daran ab – ohne es zu wissen. Wenn jemand anderes den Gegenstand berührt, kann er sich mit den Eiern anstecken.

Ärzte können auf verschiedene Art und Weise feststellen, ob jemand Madenwürmer hat. Manchmal kann man die Würmer dabei beobachten, wie sie aus dem Po-Loch krabbeln. Oder man kann sie im Kot sehen.

Der Fachmann empfiehlt außerdem einen ganz besonderen Trick: „Am besten ist es, wenn man einen durchsichtigen Klebestreifen kurz auf die Haut um das Po-Loch klebt und dann wieder abreißt.“ Dann bleiben die Eier auf dem Klebestreifen kleben. Und man kann sie unter dem Mikroskop anschauen.

Madenwürmer können keine gefährlichen Krankheiten auslösen. „Sie sind an sich harmlos“, sagt der Experte. Deshalb ist es auch nicht schlimm, wenn man sich mal damit ansteckt. Nur der juckende Po nervt.

Wer Madenwürmer hat, sollte trotzdem ein Medikament dagegen nehmen. Außerdem ist wichtig: Alle Sachen gut waschen, an denen Wurm-Eier sein könnten. Also Unterhose, Handtuch, Schlafanzug, Bettwäsche – und natürlich die Hände.

Paulas Nachrichten

Mainzelmännchen in Rot und Grün

MAINZ (dpa). Diese Figuren machen im Fernsehen gern Quatsch: die lustigen Mainzelmännchen vom Fernsehsender ZDF. Oft treten sie in der Werbepause auf, manchmal auch bei Sportsendungen.

Jetzt gibt es die Zeichentrick-Figuren sogar als Ampelmännchen. An einer Kreuzung zeigen sie den…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten