Paulas Nachrichten

Überleben in der Tiefsee

22.01.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Stille, eisige Kälte und ewige Dunkelheit zeichnen das Leben in der Tiefsee aus. Trotzdem leben auch dort viele verschiedene Tiere. Die Dunkelheit selbst ist für diese Tiere kein Problem. Schwierig ist, dass es wegen der Dunkelheit nur wenig Nahrung in der Tiefe gibt. Schon etwa 200 Meter unter der Meeresoberfläche reicht das Licht nämlich in der Regel nicht mehr aus, um Pflanzen wachsen zu lassen. Fischen, Krebsen oder Würmern fehlt damit eine wichtige Nahrungsquelle. Doch die Tiefseebewohner haben gelernt, auch in dieser Umgebung nicht zu verhungern. Kronenquallen zum Beispiel wandern nachts nach oben, wo es genug Nahrung gibt, und sinken dann wieder in die Tiefe hinunter. Andere Tiere ernähren sich von dem, was von oben auf den Meeresboden herabschwebt, etwa Pflanzenreste oder tote Fische. Verendete Wale zum Beispiel bieten unzähligen Fischen, Krebsen, Würmern und Bakterien reichlich Nahrung. Um in der Dunkelheit zurechtzukommen, machen viele Meeresbewohner auch selbst Licht. Sie locken damit Beutetiere an, schrecken Feinde ab oder verständigen sich mit ihren Artgenossen. Tiefsee-Anglerfische tragen zum Beispiel an ihrem Körper oft eine Art Angel mit einer leuchtenden Spitze. Diese lassen sie vor ihrem Maul als Köder baumeln. Schwimmt nun ein Fisch nah genug heran – schnapp! – haben die Anglerfische ihren Hunger gestillt.

Paulas Nachrichten