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Tooooor – oder doch nicht?

16.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Tor oder kein Tor: Darüber müssen Schiedsrichter und ihre Assistenten in Sekunden entscheiden. Bald könnten sie Hilfe bekommen: Dann soll modernste Technik ermitteln, ob der Ball hinter der Linie war oder nicht.

Drin oder nicht? Foto: Jon Hrusa

Darüber streiten Fußballfans manchmal noch lange nach einem Spiel: War der Ball hinter der Torlinie oder nicht? Denn ein Tor kann ein Spiel entscheiden. Immer wieder kommt es vor, dass Schiedsrichter und ihre Assistenten sich irren. Sie haben es auch nicht leicht: Oft geht alles blitzschnell - und manchmal hängt es nur von Zentimetern ab, ob der Ball im Tor war oder nicht.

In Zukunft könnte moderne Technik automatisch ermitteln, ob ein Ball die Torlinie überquert hat. Gerade lässt der Weltfußballverband FIFA zwei verschiedene Systeme prüfen: Das eine davon überwacht das Tor mit Kameras aus unterschiedlichen Richtungen. Das andere erzeugt im Tor ein Magnetfeld. Und wenn das durch den Ball gestört wird, weiß das System: Der Ball war drin.

Sobald der Ball die Linie überquert, funken beide Systeme die Info innerhalb einer Sekunde an den Schiedsrichter. Der sieht das dann auf seiner Armbanduhr. Er ist also nicht mehr nur auf seine Augen – und die seiner Assistenten – angewiesen.

Überflüssig wird der Schiedsrichter bei einem Tor trotzdem nicht. Denn keines der beiden Systeme kann zum Beispiel entscheiden, ob ein Spieler im Abseits war. Oder ob es vorher ein Foul oder ein Handspiel gab. Die Technik konzentriert sich nur auf das Tor.

Welches der beiden System besser Tore erkennt, prüft ein Institut in der Schweiz – mit unterschiedlichen Tests. Die Tester schauen, wie gut das System bei Schüssen auf ein leeres Tor funktioniert und bei Schüssen, die vom Torwart gehalten werden. Dafür lassen die Prüfer eine Ballkanone Hunderte Male aufs Tor schießen. Außerdem schieben sie den Ball auf einer Art Schlitten Millimeter für Millimeter über die Torlinie und messen, wann das System ein Tor meldet. Dann muss das Ergebnis binnen einer Sekunde auf der Schiedsrichter-Uhr erscheinen. Das System muss auch funktionieren, wenn viele Spieler im Torraum herumwuseln. Die Bewegungen dürfen die Technik nicht stören. Funkstrahlung von Handys darf das System nicht irritieren. Selbst bei Rauch, Regen oder sengender Hitze muss alles reibungslos klappen. Schließlich prüfen die Tester die Systeme bei echten Spielen. Dabei werden die beiden Techniken in Stadien eingebaut und senden ihre Signale bei laufenden Spielen an Uhren. Die tragen aber nicht die Schiris, sondern die Prüfer. Die Schiedsrichter bekommen von den Tests nichts mit.

Ob eines der beiden Systeme später beim Fußball eingesetzt wird, entscheidet sich erst im Juli – also kurz nach dem EM-Finale.

Zunächst müssen der Schiedsrichter und seine Assistenten seine Entscheidung also noch allein treffen.

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