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Tausende Schildkröten-Eier ziehen um

28.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vor mehr als drei Monaten versank im Süden der USA eine explodierte Bohrinsel im Meer. Seitdem schwimmt im Golf von Mexiko giftiges Öl. Das bringt viele Tiere in Gefahr – zum Beispiel die Meeresschildkröten. Tausende Schildkröten-Eier müssen deshalb gerade umziehen.

Die Meeresschildkröten legten ihre Eier ab – so wie jedes Jahr um diese Zeit: Die Weibchen kletterten nachts aus dem Meer an die Strände und buddelten ihre Eier ein. Dort liegen sie dann gut acht Wochen, bis der Nachwuchs schlüpft. Vom Nest aus laufen die Baby-Schildkröten dann ins Wasser.

Aber dieses Jahr ist etwas anders am Golf von Mexiko: Denn Öl schwimmt im Meer, nachdem vor Wochen eine Bohrinsel explodiert und gesunken war. Und jetzt befürchten Wissenschaftler: An dem Öl könnten die jungen Schildkröten ersticken. Deswegen haben Tierschützer sich eine Rettungsaktion ausgedacht: Sie graben gerade Schildkröten-Eier aus und bringen sie zum Atlantik. Der liegt im Osten und Südosten der USA. Dort ist das Wasser noch in Ordnung. Insgesamt wollen die Helfer rund 70 000 Eier ausbuddeln. Die Eier sind etwa so groß wie Tischtennisbälle.

Am Anfang markieren die Helfer an den Eiern mit einem Stift, wo oben ist. Denn sie dürfen beim Transport nicht gedreht werden, weil die Mini-Schildkröten sonst in der Flüssigkeit im Inneren ertrinken könnten. Dann legen die Retter die Eier in gekühlte Boxen. Es ist ganz wichtig, dass die Eier nicht zu heiß und auch nicht zu kalt werden.

Im nächsten Schritt müssen die Kisten vorsichtig in einen Lieferwagen geladen werden. Der ist extra gut gepolstert, damit es weniger rüttelt. Mit dem Laster fahren die Schildkröten-Eier dann Hunderte Kilometer nach Florida. Dort kommen die Boxen in ein Lagerhaus. In den Lagerhäusern kontrollieren Fachleute mehrere Tage lang, ob mit den Eiern alles in Ordnung ist. Zum Schlüpfen werden die Schildkröten an den Strand in der Nähe des Weltraumbahnhofs gebracht – dort dürfen sie ihr Leben beginnen. Das ist in den letzten Tagen schon ein paar Mal gut gegangen.

Lederschildkröten-Babys auf Eiern an einem Strand in Französisch-Guayana Foto: © Roger Leguen

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