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Strand und Meer – Rizza Mae lebt auf einer winzigen Insel Trotz aller Schwierigkeiten möchte sie für immer dortbleiben

03.06.2015, Von Girlie Linao — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie lebt es sich auf einer minikleinen Insel im Meer? Rizza Mae aus dem Land Philippinen weiß das. Das zehnjährige Mädchen lebt seit einiger Zeit auf der Insel Pag-asa.

Das Foto zeigt das Mädchen Rizza Mae auf der Insel Pag-asa.

PAG-ASA (dpa). Rizza Mae Mendoza schubst ihre älteren Schwestern zum Spaß aus den Hängematten. Die Mädchen hatten es sich unter einem großen Baum am Strand bequem gemacht.

Die zehnjährige Rizza Mae lebt auf einer winzigen Insel mit dem Namen Pag-asa. Wenn sie nicht zur Schule geht, spielt sie am liebsten im weißen Sand und schwimmt im türkisblauen Meer.

Pag-asa liegt mitten im Südchinesischen Meer. Länder wie die Philippinen und China streiten sich darüber, zu wem Korallenriffe, Sandbänke und Inseln wie Pag-asa gehören. Die meisten der Inseln sind noch kleiner als Pag-asa und unbewohnt.

Pag-asa zum Beispiel ist nur 37 Hektar groß. Das sind etwa 50 Fußballfelder. Autos gibt es keine, die Bewohner laufen zu Fuß oder fahren mit dem Boot. Sieht man die Insel aus der Luft, fällt vor allem eine Flugzeuglandebahn auf. Doch nur Militärflugzeuge dürfen hier landen. Für die anderen Bewohner kommen alle drei Monate Schiffe, die sie mit Lebensmitteln und anderen notwendigen Dingen versorgen.

Rizza Mae lebt noch nicht so lange auf der Insel. Vor einem Jahr zog ihre Familie von einer größeren Insel dorthin. Das Mädchen hat elf Geschwister, aber nicht alle leben mit ihren Eltern in ihrem Haus am Strand. Weil die Insel so schwer zu erreichen ist, sind einige von ihnen bei Verwandten auf einer der Hauptinseln der Philippinen geblieben. „Sie fehlen mir“, sagt Rizza Mae.

Das Mädchen hat nun ein anderes Leben: Es muss zum Beispiel auf sein Lieblings-Fastfood verzichten. Vor dem Haus hat ihre Mutter einen kleinen Gemüsegarten, außerdem trocknet sie dort Fische. Einen Supermarkt gibt es auf Pag-asa nicht.

Den ganzen Tag fernsehen oder im Internet surfen, das geht auf Pag-asa nicht, denn Strom gibt es nur für einige Stunden am Tag. Trotzdem kann sie sich ihre Lieblings-Zeichentrickserien im Satelliten-Fernsehen ansehen, sagt Rizza Mae. Zur Schule geht Rizza Mae aber auch auf der Insel. Mathematik ist ihr Lieblingsfach. In ihrer Klasse sind nur zwei andere Schüler, erzählt sie. Unterrichtet werden die Kinder von einem Mitarbeiter der Küstenwache.

„Ich bin hier glücklich, denn alle Kinder sind meine Spielkameraden“, erzählt Rizza Mae. Auf Pag-asa leben ungefähr so viele Kinder, wie in eine Schulklasse gehen. Obwohl die Insel so entlegen ist, fühlt sich Rizza Mae sehr wohl. „Wenn es geht, möchte ich für immer hierbleiben“, sagt sie.

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