Paulas Nachrichten

Stichwort: Tauchreflex

08.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dass Apnoe-Taucher so gut die Luft anhalten können, liegt auch an einer besonderen Fähigkeit. Experten nennen das den Tauchreflex. Ein Reflex ist etwas, was der Körper automatisch tut, wenn irgendetwas passiert. Zum Beispiel wenn du blinzelst, weil dir ein Fussel ins Auge gefallen ist.

Der Tauchreflex funktioniert so: Wenn Wasser in unser Gesicht kommt – besonders um Mund und Nase herum –, dann startet unser Körper automatisch eine Art Luft-Sparprogramm. Besonders dann, wenn das Wasser kalt ist. Das Herz klopft dann ein wenig langsamer, und Arme und Beine kriegen nicht mehr so viel Blut ab. Dadurch kommt dort weniger Sauerstoff an und es bleibt dem Körper mehr Sauerstoff für die wichtigen Körperteile Kopf und Herz. Der Körper teilt sich also die Luft gut ein und kann so länger ohne Luft auskommen. Den Tauchreflex hat eigentlich jeder Mensch. Doch Apnoe-Taucher trainieren ihn auch, damit das mit dem Einteilen der Luft noch besser klappt. Diesen Reflex haben auch Robben und Wale. Bei denen klappt das Luft-Sparen noch viel besser, deshalb können sie sehr lange unter Wasser bleiben.

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