Paulas Nachrichten

Steffi war putzen, um kicken zu können

05.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fußball galt lange als Sport für Männer. Viele Leute dachten: Frauen können das doch gar nicht. Der Sport hatte nicht so viele Fans. Lange bekamen die Frauen auch kaum Geld. Für einen Titel bei der Europameisterschaft bekamen sie zum Beispiel nichts bezahlt, sondern Geschirr geschenkt. Das war vor etwa 20 Jahren. Viele mussten deswegen nebenbei Geld verdienen – so wie die frühere Nationalspielerin Steffi Jones. „Ich musste eben voll arbeiten gehen, abends und am Wochenende habe ich Fußball gespielt“, sagte Steffi Jones den dpa-Nachrichten für Kinder. „Ich habe eine Ausbildung als Groß- und Einzelhandelskauffrau gemacht, ich habe in einem Kaufhaus gearbeitet, bei einem Partyservice und Zeltverleih, ich war auch putzen – alles, um weiterhin Fußball spielen zu können. Das war einfach früher noch normal.“ Noch immer verdienen Fußball-Frauen in der Regel keine Millionen – anders als viele bekannte Kicker. Aber inzwischen spielen immer mehr Mädchen und Frauen Fußball – in Deutschland und in vielen anderen Ländern der Welt. Immer mehr Kickerinnen haben nicht mehr die doppelte Belastung aus Sport und Beruf. Denn es gibt mehr Leute und Firmen, die Geld in den Sport stecken. „Heute ist es glücklicherweise so, dass viele Spielerinnen so gut gefördert werden, dass sie nicht mehr arbeiten müssen. Und das ist auch richtig so“, sagte Steffi Jones.

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