Paulas Nachrichten

Spinnennetze sind echte Kunstwerke

22.10.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Spinnen – allein bei dem Wort bekommen manche Leute Gänsehaut. Dabei sind es faszinierende Tiere. Besonders spannend sind ihre Netze . . .

Wer im Wald einen Spaziergang macht, kann momentan viele davon sehen: riesige Spinnennetze. Viele Leute finden die eklig – und  sie  mögen  auch  die  kleinen  Krab-beltierchen nicht, die darin sitzen. Dabei muss man weder vor ihnen noch vor den Netzen  Angst  haben,  sagt  Spinnen-Experte Julian Heiermann. Vor allem ein Blick auf die Netze lohnt sich! Wer genau hinschaut, kann erkennen, dass es echte Kunstwerke sind, ganz fein und exakt gewoben.

Beeindruckend ist zum Beispiel das Netz der Gartenkreuzspinne. Es sieht aus wie ein großes Rad. Wie das kleine Tierchen es schafft, so ein großes Radnetz zu bauen, weiß der Spinnen-Fachmann: Das ist viel Arbeit und der Anfang ist am schwierigsten, denn zuerst braucht die Spinne einen Rahmen.

Dafür seilt sich die Spinne zuerst an einem Sicherheitsfaden von einem Baum ab. Gleichzeitig bildet sie einen Flugfaden. Der schwebt mit dem Wind bis zu einem anderen Baum und bleibt daran kleben. Das zweite Ende des Flugfadens befestigt die Spinne am nächsten Baum. Fertig ist die sogenannte Fadenbrücke. Danach balanciert die kleine Baumeisterin vorsichtig über ihre selbst gespannte Brücke und macht diese immer dicker und stabiler. Schließlich seilt sie sich senkrecht von der Mitte der Brücke ab und befestigt den nächsten Faden an einer geeigneten Stelle. So ist etwas entstanden, das wie ein Y aussieht.

Jetzt läuft die Spinne kreisförmig immer wieder um die Mitte des Ypsilons herum, und zwar von außen nach innen, um die Fangspirale zu bauen, erklärt Julian Heiermann. Das Netz darf aber nicht so straff gespannt sein wie beispielsweise ein Tennisschläger, denn dann würden die Insekten ja abprallen. Die Fäden des Netzes müssen also sehr weich und dehnbar sein. Damit Beutetiere wie Fliegen auch wirklich am Netz hängen bleiben, sind die Fangfäden klebrig.

Nun ist ihr Netz fertig und die Spinne muss nur noch auf ihre Beute warten – zum Beispiel am Rand des Netzes. Wenn sie so weit außen sitzt, hat sie zuvor einen sogenannten Leitfaden um eines ihrer acht Beine gewickelt. Sobald sich ein Insekt im Netz verfängt, spürt sie über den Leitfaden das Zappeln – und holt sich ihre Beute.

Spinnen ernähren sich zum Beispiel von Mücken oder Fliegen. Um die zu fangen, brauchen sie dichte Netze als Fallen. Foto: K. Hildenbrand

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Hallo, liebe Kinder,

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