Paulas Nachrichten

Sogar Paula ist jetzt reif für die Ferien

26.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

ich habe mich in dieser Woche ja sehr gefreut, dass ich auf den Straßen so viele lustige und gut gelaunte Kinder gesehen habe. Die waren alle ganz schön schnell unterwegs.

Das habe ich natürlich dem Andreas erzählt. Und der hat mir gesagt, dass die Ferien angefangen haben. Das konnte ich gut verstehen. Es ist ja schön, immer fleißig was zu lernen. Aber dann muss man auch eine Pause machen.

Das sagt der Andreas auch immer. Da sind sich Zeitungsenten und Menschen sehr einig. Sogar die Erwachsenen sehen das so.

Der Andreas hat nämlich gesagt: Ich gehe ja nicht mehr in die Schule. Aber trotzdem kann ich gut verstehen, dass sich die Kinder so freuen.

Das ist ja lieb von dir, habe ich zum Andreas gesagt. Aber klar, habe ich gemeint, die Erwachsenen gehen ja auch andauernd in die Ferien.

Andauernd?, hat der Andreas ganz empört gefragt. Das stimmt aber nicht! Und außerdem heißt das bei den Erwachsenen nicht Ferien, sondern Urlaub.

Urlaub? Das ist ja mal ein komisches Wort, habe ich gleich gesagt. Ferien gefällt mir viel besser. Bestimmt kommt Urlaub wieder von irgendwelchen komischen Römern, Ferien klingt viel schöner und moderner.

Na ja, Paula, ganz so einfach ist das aber nicht, hat der Andreas gesagt. Und das Wort „Urlaub“ kommt nun gar nicht von den alten Römern, sondern ehrlich von den alten Deutschen.

Das hat was mit dem Wort „erlauben“ zu tun. Wenn früher die Ritter nämlich von ihrem Chef frei brauchten, um in eine Schlacht zu ziehen, oder gerade mal etwas anderes zu tun hatten, als für ihre geliebten Frauen irgendwelche Heldentaten zu machen, haben sie sie um „urloup“ gefragt, um eine Erlaubnis, mal frei zu machen.

Schön, habe ich gemeint, dann waren die Ritter die ersten Urlauber. Wo die wohl hin sind mit ihren schweren Rüstungen?

Der Andreas hat gemeint, dass die Ritter ja nicht immer ihre Rüstungen anhatten. Die haben die nur zum Kämpfen angezogen. Sonst waren sie ganz normal angezogen.

Mit Sonnenbrille und Strohhut war da allerdings noch nichts, hat der Andreas gelacht. Und er hat mir einen Strohhut und eine Sonnenbrille von seiner Frau verpasst. Dann hat er mir einen Platz auf der Sonnenliege angeboten.

Das hat gut getan! Ich habe richtig geseufzt und mich ganz toll ausgeruht. Auch Zeitungsenten brauchen mal Urlaub, nicht nur Ritter und Schüler!

Dann habe ich zum Andreas gesagt: So, jetzt kannst du mir ja noch erzählen, wie das mit dem Wort Ferien ist.

Ganz einfach, hat der Andreas erwidert. Im lateinischen heißt „feriae“ einfach „Festtag“ oder „Fest“. Das waren in der Ritterzeit erst mal kirchliche Feste, an denen nicht gearbeitet wurde. Du weißt doch, Paula, die Kirchenmenschen sprechen schon immer viel lateinisch, die Sprache von den alten Römern. Und später dann hat man das Wort Ferien für alle möglichen freien Tage in Geschäften und Schulen verwendet.

Das war ja sehr interessant, habe ich zum Andreas gesagt. Aber jetzt reicht’s. Ich glaube, ich habe für meine Ferien genug gelernt.

In Ordnung, hat der Andreas gemeint. Und er hat gefragt: Willst du in den Ferien eigentlich verreisen, Paula?

Ich weiß noch nicht, habe ich geantwortet. Und ich weiß es wirklich noch nicht. Jetzt bleibe ich mal auf meiner Liege. Aber wenn ich verreise, sage ich euch vorher Bescheid, liebe Kinder. Und ihr könnt mir ja eine Postkarte aus eurem Urlaub schicken. Ihr wisst ja, meine Adresse lautet: Paula Print, Nürtinger Zeitung, Carl-Benz-Straße 1, 72622 Nürtingen. Eure Paula

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