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So klappt es mit den guten Vorsätzen

05.12.2015, Von Alexandra Stober, dpa — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ausreden dürfen nicht gelten, dann funktioniert das mit dem Einhalten der Regeln

Fürs neue Jahr nehmen sich viele Leute etwas vor. Etwa: Nächstes Jahr treibe ich mehr Sport. Doch dann bekommen sie es nur kurze Zeit hin. Gute Vorsätze umzusetzen – das ist richtig schwer.

Arne beißt in eine Tafel Schokolade. Weniger Schoki essen – puh, wie schwer! Foto: Jens Büttner

GLADBECK. Ein aufgeräumtes Zimmer ist super. Hausaufgaben? Ja, die muss man erledigen. Aber solche Dinge immer hinzubekommen – puh, das fällt oft schwer. Viele Menschen sagen sich deshalb: Im neuen Jahr wird’s besser! Sie haben gute Vorsätze. Aber was bringen diese? Im Gespräch mit „dpa-Nachrichten für Kinder“ erklärt der Experte Falko Rheinberg, wie es mit den Vorsätzen klappen kann.

Warum haben viele Leute fürs neue Jahr gute Vorsätze?

„Wir Menschen erkennen viele Dinge als notwendig, nützlich und wichtig an. So wissen wir zum Beispiel: Es tut gut, sich regelmäßig zu bewegen. Trotzdem machen viele es nicht. Weil sie die Tätigkeit an sich unangenehm finden. Der gute Vorsatz soll dann helfen, es hinzubekommen. Er ist eine Vorschrift, die man sich selbst auferlegt.“

Warum nehmen sich viele Leute gerade fürs neue Jahr Sachen vor?

„Wir Menschen denken in Zeit-Paketen. Das dickste davon ist ein Jahr. Deshalb fühlt es sich so an: Das dicke Zeit-Paket ist abgeschlossen. Damit lasse ich die schlechten Gewohnheiten hinter mir. Jetzt starte ich neu. Der Zeitpunkt dafür ist mit dem 1. Januar genau festgelegt. Ab da gibt es keine Ausreden mehr!“

Aber Ausreden findet man doch schnell . . .

„Deshalb muss das bewusst Teil des Vorsatzes sein: Ausreden gelten nicht! Das kleine Männchen in mir sagt: Ach, das kannst du auch noch morgen machen . . . Dann wehre ich mich sofort dagegen. Das muss ganz automatisch funktionieren. Weil ich mir das vorher bewusst gemacht habe – und weiß, wie ich darauf reagiere.“

Klingt nicht gerade einfach!

„Das stimmt. Ein guter Vorsatz ist eine Sache, die wir mit dem Verstand entscheiden. Ihn umzusetzen, ist eine Frage der Willens-Kraft. Die ist aber nicht unendlich vorhanden. Mit unserem Willen handeln wir nämlich gegen unsere Impulse. Also gegen das, was wir eigentlich machen würden. Und das ist anstrengend. Deshalb sollte man sich auf eine Sache konzentrieren, die man ändern will.“

Was ist außerdem wichtig, damit es mit dem guten Vorsatz klappt?

„Es reicht nicht, sich etwas nur ganz allgemein vorzunehmen. Ich räume im neuen Jahr öfter mein Zimmer auf. Das funktioniert nicht. Man muss genau festlegen: Was mache ich? Wann mache ich das? Sobald sich mehr als drei Kleidungsstücke auf dem Stuhl stapeln, muss ich da ran. Das könnte eine Regel sein.“

Warum funktioniert es manchmal trotzdem nicht?

„Weil es wirklich schwer ist, einen guten Vorsatz durchzuhalten. Wenn es uns leicht fallen würde, ihn umzusetzen – dann hätten wir den Vorsatz ja gar nicht nötig. Dann würden wir die Sache einfach so hinbekommen, ohne die selbst auferlegte Regel.“

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