Paulas Nachrichten

So baut man eine Brücke

29.09.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ohne sie würde es manchmal nicht weitergehen: Brücken helfen dabei, Hindernisse zu überwinden. Zum Beispiel Flüsse, Täler oder Straßen. Doch wie baut man eine Brücke? Das erklärt der Brückenbauer Michael Nowak den „dpa-Nachrichten für Kinder“.

Die Luftbildaufnahme zeigt die 215 Meter lange Grubentalbrücke der ICE-Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt, die zwischen dem Tunnel Goldberg und der Dunkeltalbrücke liegt. Die Brücke überspannt ein enges Tal. Foto: copterflug.com/Stefan Thomas dpa

Eine Brücke überspannt ein steil eingeschnittenes Tal in Thüringen. Dort kommt eine Eisenbahnstrecke aus einem dichten Nadelwald. Die Brücke überquert das enge Tal und verschwindet in einem Tunnel durch den Berg. Sie ist gut 200 Meter lang – etwa halb so lang wie eine Runde im Leichtathletik-Stadion.

Die Brücke heißt Grubentalbrücke. Der Name verrät: Sie führt über das Grubental. Das ist ein Tälchen im Thüringer Wald. Die Brücke steht zwar schon, sie ist aber noch nicht ganz fertig. Daneben stehen noch Kräne. Bagger und andere Baufahrzeuge fahren umher und Arbeiter werkeln eifrig. Ab dem Jahr 2017 sollen ICEs über die Brücke rollen.

Brückenbauer Michael Nowak leitet den Bau. Er erklärt, wie man eine Brücke baut. „Ein Brückenbau lässt sich in fünf Etappen unterteilen“, sagt der Ingenieur. In der ersten Phase wird der eigentliche Bau vorbereitet. Da ist viel zu tun. „Wir fällen Bäume, die im Weg stehen“, sagt Michael Nowak. „Wir legen Wege für Lastwagen an. Und wir bringen Container und Kräne zur Baustelle.“

Und dann kommen auch Bagger zum Einsatz. „Wir heben Erde aus und schaufeln große Löcher in den Boden“, erklärt Michael Nowak. In der zweiten Etappe des Brückenbaus werden diese Löcher befüllt. „Da kommen die Fundamente der Brücke hinein“, sagt Michael Nowak. Fundamente sind dicke Betonklötze. Sie sind die Füße, auf denen die Brücke fest stehen soll.

Auf die Fundamente kommen in der dritten Phase die sogenannten aufgehenden Bauteile. Das sind die Brückenpfeiler und Bögen. Die Grubentalbrücke besteht aus vier Pfeilern. Die längeren in der Mitte sind bis zu 35 Meter hoch – also höher als ein großer Baum. In der Mitte spannt sich ein großer Bogen. Diese Teile sind aus Stahlbeton.

In der vierten Etappe des Brückenbaus folgt der Überbau. Das ist die Verbindung von Pfeilern und Bogen. Sie schließt die Brücke nach oben hin ab. Der Überbau ist die Grundlage für die Fahrbahn. Falls darüber später Autos oder Fahrräder fahren, wird er mit Asphalt bedeckt. Doch die Grubentalbrücke ist für die Bahn. Deshalb wird der Überbau mit Schienen bestückt. Das ist aber nicht mehr Aufgabe des Brückenbauers. Das macht eine Gleisbaufirma.

Michael Nowak ist trotzdem noch nicht fertig. Noch fehlt die fünfte und letzte Etappe: das Aufräumen. „Alles wird wieder schön gemacht“, erklärt Michael Nowak. Das Material und die Maschinen verschwinden, stattdessen werden Gräser gepflanzt. Dann können irgendwann die Züge rollen.

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