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Skirennfahrer: Man muss ein Draufgänger sein

11.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Er ist ein richtiger Profi auf den Brettern. Felix Neureuther ist momentan der bekannteste deutsche Skirennfahrer. Sein großes Ziel für diesen Winter: eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver im Februar. Für das wichtigste Ereignis der Wintersportler muss sich der 25-Jährige aber noch qualifizieren. An diesem Sonntag fährt er ein Slalom-Rennen in Adelboden in der Schweiz. Den „dpa-Nachrichten für Kinder“ erzählte der Bayer, dass man für das schnelle Skifahren das Risiko lieben muss.

Wie bist du überhaupt zum Skifahren gekommen?

„In dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin, in Garmisch-Partenkirchen, da kommt man eigentlich gar nicht drum herum, dass man nicht Skifahren lernt. Bei uns sind so schöne Berge und Winter, dass man sofort auf die Berge muss und natürlich auch Skifahren lernen muss. Das machen bei uns eigentlich alle Kinder so. Und natürlich auch noch durch meine Eltern, dadurch, dass die früher auch Skifahrer waren.“

Was macht dir denn am Skifahren besonders großen Spaß?

„Das Gefühl von Freiheit, das Gefühl, in den Bergen zu sein, die Geschwindigkeit zu genießen, das macht mir Spaß. Deswegen ist für mich Skifahren der absolut schönste Beruf, den es überhaupt gibt. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man oben am Berg steht und man weiß, man darf da jetzt runterfahren und man hat den Berg für sich alleine. Das ist einfach Wahnsinn.“

Du hast gesagt, du findest die Geschwindigkeit toll. Ihr fahrt ja steile Berge runter – muss man da ein richtiger Draufgänger sein?

„Ja, das sollte man schon sein, also man sollte jetzt nicht jemand sein, der sich schnell mal irgendwie in die Hosen macht. Sondern man muss schon auf alle Fälle ein Draufgänger sein und das Risiko und den Kick irgendwo lieben.“

Und wie lernt man am besten das Schnellfahren?

„Einfach durch sehr viel Übung. Indem man immer öfter fährt, lernt man mit der Geschwindigkeit besser umzugehen.“

Ihr trainiert ja immer mit einer Mannschaft. Macht ihr da nach dem Training auch mal eine Schneeballschlacht?

„Nein, das jetzt weniger. Früher, als wir noch jünger waren, da haben wir uns schon mal gegenseitig mit Schnee eingerieben oder auch eine richtige Schneeballschlacht gemacht, und zwar eine richtig große mit ungefähr 20 Leuten. Das war immer ein Riesenspaß, für unsere Trainer war das natürlich nicht so erfreulich.“

Felix Neureuther fährt beim Riesenslalom-Weltcup in Val d’Isère. Foto: Christophe Karaba

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