Paulas Nachrichten

Schwitzen und schwere Beine – Bergsteigen auf Skiern

21.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Auf Skiern den Berg hinuntersausen können viele. Aber auf Skiern den Berg hinaufsteigen? Dafür braucht man Muckis, Ausdauer und eine spezielle Ausrüstung. Wir haben es für euch ausprobiert.

Ich habe eine Skihose an, eine Mütze auf und Skischuhe angeschnallt. So werfe ich einen langen Blick auf den Tegelberg in Bayern. Dort soll es heute hinaufgehen: nicht auf den Gipfel, nur bis zur ersten Hütte. Aber das ist immerhin ein Aufstieg von etwa einer Stunde – und das auf Skiern. Wir machen eine Skitour.

Als ich mir die Handschuhe überstreife, kommt mir Thomas Hafenmair schon mit zwei Paar Skiern, zwei Paar Stöcken und zwei Rucksäcken entgegen. Er ist Bergführer und wird mich auf der Tour begleiten. Zum Glück bringt er mir auch gleich die Ausrüstung mit. Meine eigenen Skier kann ich für die Tour nicht benutzen. Denn wir brauchen zum Aufsteigen eine spezielle Bindung. Bei meinen Skiern klemmt die Bindung die Skischuhe mit der ganzen Sohle fest an die Bretter. Für eine Skitour braucht man eine Bindung, die an der Ferse aufklappt. So können wir beim Aufstieg normale Schritte machen.

Kurz darauf zeigt mir der Bergführer, wie ich meine Felle unter die Skier spanne. Die brauche ich, damit ich mit den Skiern beim Aufsteigen nicht gleich wieder rückwärts den Berg hinunterrutsche. Die Stofflappen passen genau auf die Unterseite der Skier und werden daran festgeklebt. Vorne an der Skispitze und am hinteren Ski-Ende klippen wir sie außerdem fest, damit sie noch besser halten.

Als wir mit allem fertig sind, ist mir schon so warm, dass ich meine Jacke in den Rucksack packe. Dann gehen wir los, ein Schritt nach dem anderen. „Lass die Füße schön am Boden“, sagt der Experte. „Du kannst die Skier einfach nach vorne schieben.“ Also: linken Fuß vor, rechten Fuß vor, links vor, rechts vor. Dazu stecken wir mit dem jeweils anderen Arm den Stock in den Tiefschnee am Rand unserer Spur. Nach einem ersten Waldstück überqueren wir einmal die Skipiste, dann geht es in Schlangenlinien den Berg hinauf. Spätestens hier bin ich froh darüber, meine Jacke ausgezogen zu haben. Ich schwitze unter meinem Fleece-Pulli und merke, wie meine Beine immer schwerer werden. Gefühlt sind wir schon mindestens eine Stunde unterwegs. Aber ich traue mich nicht zu fragen, wie weit es noch ist. Mein Bergführer scheint trotzdem zu merken, dass ich langsam schwächele. Er grinst und bietet mir einen Müsliriegel an.

Kurz darauf höre ich die erlösenden Worte: „Auf zum Endspurt!“ Als ich die Hütte erblicke, steigt die Motivation wieder. Die Vorfreude auf eine große Johannisbeersaft-Schorle treibt mich voran. Und ich freue mich auf die Abfahrt. Denn an der Hütte werden wir die Felle wieder abschnallen. Wir stellen die Bindung fest, sodass sie nicht mehr hochklappt. Und dann düsen wir mit weiten Schwüngen ins Tal. Auch die schmerzenden Oberschenkel können mir die Freude daran nicht verderben.

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