Paulas Nachrichten

Schwitzen für den Applaus

10.08.2013, Von Julia Lutzeyer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

15 Kinder erleben, was es heißt, Darsteller in einem Musical zu sein

Wie ist es, von der Bühne aus ins Publikum zu schauen? Das erfuhren 15 Kinder als Darsteller des Musicals „Mamma Mia!“ nach schweißtreibenden Proben bei ihrem großen Auftritt.

Auf der Probebühne: Annakathrin Naderer bringt die Gruppe zum Schwitzen

Habt ihr schon mal ein Musical besucht? Dann seid ihr bestimmt durch den Haupteingang in die Empfangshalle gekommen.

Die 15 Kinder, die an der Aktion am Stage-Palladium-Theater in Stuttgart-Möhringen teilnahmen, nutzten den Bühneneingang. Sie kamen schließlich nicht als Zuschauer, sondern als Darsteller. Und das Beste: Ihr Publikum haben sie gleich mitgebracht. Jedes Kind durfte eine erwachsene Person mitnehmen – ausnahmsweise!

„Sobald ein Darsteller das Theater betritt, trägt er seinen Namen in eine Anwesenheitsliste ein“, erklärte Sarah Konzept. Sie arbeitet für die Firma Stage Entertainment, die Musicals produziert. „Dadurch weiß jeder mit einem Blick, wer im Haus ist.“

Und wenn nach ein paar Stunden die Vorstellung über die Bühne gegangen ist und der Darsteller seinen Job erledigt hat, trägt er auf so einer Liste auch ein, wann er das Theater wieder verlässt. Auch der Probenplan hängt gleich hinter dem Bühneneingang. Dort stand diese Woche: „Tanzworkshop“. Annakathrin Naderer empfing die zwei Jungs und 13 Mädchen auf der Probebühne. Sie spielt in dem Musical „Mamma Mia!“ mit vielen Hits der Popgruppe Abba eine Hauptrolle.

Die Probebühne sieht ganz ähnlich aus wie ein Ballettsaal. Hier gibt es Stangen fürs Aufwärmen und eine Spiegelwand. Annakathrin machte den Kindern Beine: eine Runde laufen, Schritte nach vorne und zur Seite, eine Drehung.

„Seid ihr bereit fürs Finale?“, fragte sie die bald erhitzte Gruppe. Das Finale ist in Musicals oft sehr turbulent. Schließlich endet damit die Vorstellung, und da sollen die Darsteller noch mal alles geben.

Zu dem Abba-Song „Mamma Mia“ wurde dann eine Choreografie einstudiert. So nennt man die Abfolge von Schritten, Drehungen und Sprüngen beim Bühnentanz. „Pose! Pose! Pose!“, rief Annakathrin Naderer den Kindern zu. Die durften sich einige Körperhaltungen selbst ausdenken. Denn nicht jede Bewegung ist in der letzten Szene vorgegeben. So viel Freiheit lag nicht jedem Kind.

Doch die meisten, allen voran der 9-jährige Kilian, legten sich so richtig ins Zeug. Ein echtes Bühnentalent. So ein Arbeitstag im Theater ist ganz schön hart. Denn nach der Probe ging es gleich in die Garderobe zum Umziehen und dann zur Maskenbildnerin.

Die kümmerte sich um die Frisuren der Mädchen und puderte die Haut ab. Sonst glänzen Stirn und Nase im Scheinwerferlicht. Das kam schon bei der Generalprobe auf der Bühne zum Einsatz.

„Ich kann dich gar nicht sehen“, rief Julian seiner Mutter im Zuschauerraum zu. „Das Licht blendet so.“

Und dann – endlich – begann die Vorstellung. Alle auf ihre Plätze! Und dann wird getanzt.

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