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Schwimmen – Alexandra trainiert für Olympia

17.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Schwimmen lernen die meisten. Wer richtig gut werden will, geht in einen Verein. So wie Alexandra Wenk. Sie trainiert so viel, dass sie nun zu den Olympischen Spielen nach London reist.

Vor einem Start konzentrieren sich die Schwimmer. Foto: Marius Becker

Der Wecker klingelt. Oder es klopft an der Zimmertür. Dann heißt es: Aufstehen, fertigmachen, frühstücken – und ab in die Schule. So läuft es bei uns bei den meisten Kindern und Jugendlichen. Bei Alexandra Wenk ist das anders. Oft springt sie gleich morgens ins Schwimmbecken.

„Ich habe neun- bis elfmal Training in der Woche. Das sind dann immer pro Trainingseinheit zwei bis drei Stunden“, erzählt die 17-Jährige aus München. „Ich habe morgens Training. Dann habe ich Schule und dann habe ich wieder Training. Und das geht eigentlich jeden Tag so.“

Alexandra Wenk ist ein großes Talent – und schwimmt richtig gut. Sie reist sogar zu den Olympischen Spielen, die Ende Juli in London beginnen. Das sind für viele die wichtigsten Sportwettkämpfe der Welt. Dort soll Alexandra versuchen, in einer Staffel eine Medaille für Deutschland zu holen.

Damit sie viel trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen kann, geht Alexandra Wenk auf ein Sportgymnasium. „Das gibt mir frei, gerade für Trainingslager“, erklärt die Schwimmerin. „Ich muss die Zeit aber nachholen. Oder auch im Trainingslager lernen, damit ich Klausuren schreiben kann. Manchmal werden die Klausuren auch ins Trainingslager geschickt.“

Wie sie trainiert, plant ihr Trainer. Alexandra schwimmt mehrere Kilometer in einer Trainingseinheit. „Es gibt verschiedene Aufgaben, zum Beispiel vier mal 800 Meter und dann kommt eine Pause. Davon hat man dann mehrere ähnliche Serien“, sagt die Schülerin. Wenn ein Wettkampf näher rückt, werden die Strecken insgesamt kürzer, dafür aber mit mehr Tempo geschwommen.

Zusätzlich macht Alexandra noch Krafttraining. Sie klotzt dann an Geräten oder macht Klimmzüge oder Liegestütze oder spezielle Übungen für die Bauch- und die Rückenmuskeln.

Viel Zeit für ihre Freunde bleibt bei der ganzen Schinderei nicht. Die kann sie nur am Wochenende treffen. Denn samstags trainiert Alexandra nur einmal und sonntags hat sie frei. „Meine Freunde schwimmen aber auch oder machen anderen Sport“, sagt sie. „Die haben zum Teil den gleichen Tagesablauf.“

Video beim Training

Wie Alexandra Wenk schwimmt, wird manchmal als Video aufgenommen. Mithilfe der Aufnahmen verbessern die Schwimmer ihre Technik. „Da können wir uns anschauen, was technisch nicht stimmt. Wir müssen dann jeweils eine Bahn schwimmen. Und dann wird sich das angeguckt“, erklärt Alexandra Wenk. Ab und an filmen Experten auch bei Wettkämpfen. „Weil gerade im Wettkampf Fehler gemacht werden können, die man bei einer Bahn nicht macht“, sagt die Schwimmerin.

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