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Schweben über der Wupper

02.10.2015, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Autos, Fußgänger und Radfahrer spielen für die Schwebebahn überhaupt keine Rolle

In der Stadt Wuppertal in Nordrhein-Westfalen gibt es eine ganz besondere Bahn. Dort fahren die Leute mit einer Schwebebahn durch die Stadt. Doch so richtig schwebt die Bahn gar nicht: Sie hängt.

Ein Wagen der Schwebebahn kurz vor Einfahrt in den Hauptbahnhof Wuppertal Foto: Stefanie Paul

Nanu, was kommt denn da angerauscht? Das ist ja ein merkwürdiges Ding. Erst saust es an einem Fluss entlang, mehrere Meter hoch über dem Wasser. Der Fluss macht eine Kurve nach rechts und auch das seltsame Ding flitzt nach rechts.

Dann düst es plötzlich über eine Straße und parkende Autos hinweg, wieder mehrere Meter hoch über dem Boden. Schließlich saust es zwischen Häusern hindurch.

Für die Leute in der Stadt Wuppertal in Nordrhein-Westfalen ist dieses Ding überhaupt nichts Seltsames. Ist doch klar, was das ist: die Schwebebahn! Sie ist so etwas wie das Maskottchen der Stadt. Die Bahn ist mittlerweile fast 120 Jahre alt.

Als die Idee dazu entstand, gab es die Stadt Wuppertal noch gar nicht. Es gab aber zwei kleinere Städte: Barmen und Elberfeld. Sie liegen in einem engen Tal. An den Seiten geht es rechts und links zum Teil ziemlich steil den Berg hinauf. Unten im Tal verläuft der Fluss Wupper.

Die beiden Städte wuchsen im Laufe der Zeit immer weiter zusammen. Daraus wurde später die Stadt Wuppertal. Heute fährt die Bahn von einem Ende der Stadt ans andere. Das dauert etwa eine halbe Stunde.

„Die Schwebebahn ist im Prinzip eine Straßenbahn – nur eben aufgehängt“, verrät Fachmann Holger Stephan. Dabei ist der Name Schwebebahn aber gar nicht ganz richtig. „Die Bahn schwebt ja nicht wirklich“, erklärt der Experte. Sie ist aufgehängt!

Damit die Schwebebahn fahren kann, braucht sie vor allem ein riesiges, schweres und langes Gerüst aus Stahl! Es sieht aus wie eine Art Brücke mit Stützen an der Seite. Oben, in der Mitte des Gerüsts, verlaufen zwei lange Schienen. Eine Schiene für jede Fahrtrichtung. „Das ist sozusagen die Fahrbahn“, erklärt Holger Stephan. Oben auf der Schiene rollen die Räder der Wagen.

Die Räder sind hintereinander angeordnet. Das kannst du dir vorstellen wie bei Inlineskates. An den Rädern ist eine Art Arm angebracht. Dieser verbindet die Räder mit dem Wagen. Denn der Wagen hängt direkt unterhalb der Schiene. Wenn die Schwebebahn fährt, sieht das ein bisschen so aus, als würde sie schweben.

Der Erfinder gab der Bahn den Namen

Der Erfinder der Schwebebahn war Eugen Langen. Er lebte vor mehr als 120 Jahren und stammte aus Köln. Er stellte Zucker her, entwickelte Motoren – und er entwarf die Schwebebahn!

Eugen Langen gab der Bahn in der Stadt Wuppertal ihren Namen. Er schrieb wohl einmal: „Ich habe das Ding Schwebebahn getauft.“ Allerdings ist der Name ist nicht ganz richtig. Denn die Bahn schwebt ja nicht: Sie hängt.

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