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Rundum-Kino: Mittendrin im Film

13.08.2016, Von Cordula Dieckmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit einer besonderen Technik kann man diese Animationen anschauen

Schwerelos durchs Weltall schweben oder unter Wasser tauchen. Das geht mit besonderen Rundum-Filmen. Hier sitzt man mittendrin: vorne, hinten, rechts, links und oben – überall passiert etwas.

Mitarbeiter der Film-Produktionsfirma Softmachine schauen sich in einem Mini-Fulldome-Kino in ihrem Büro den von Softmachine produzierten 360-Grad-Film „Limbradur und die Magie der Schwerkraft“ an. Foto: Andreas Gebert

MÜNCHEN. Stell dir vor, du siehst einen Film an und hast das Gefühl, mittendrin zu sitzen. Du kannst dich in alle Richtungen umsehen: zur Seite, nach vorne, nach oben, überall ist etwas los. In besonderen Vorführräumen und mit einer neuen Technik ist das möglich.

So ein Film ist zurzeit in einem Planetarium in München zu sehen. Er heißt „Limbradur und die Magie der Schwerkraft“. In dem Film geht es um den Forscher Albert Einstein, die Erde und das Weltall.

Für den Animationsfilm benötigt man einen Saal mit einer Kuppel. Das ist eine runde Decke. Sie ist also nicht gerade, sondern gewölbt – so wie eine umgedrehte Schüssel. Hier passen runde Bilder genau hinein.

Solche Kuppeln gibt es in Planetarien. Normalerweise beobachtet man dort Sterne. Besondere Geräte, die Projektoren, spielen den Film ab. Solche Filme nennt man Fulldome (gesprochen: fulldom). Das bedeutet so viel wie Ganzkuppel.

Peter Popp hat mit dem Weltraum-Animationsfilm zu tun. Er weiß, wie es funktioniert, dass wir Bilder ringsum sehen können. „Es gibt eine Kamera, die in alle Himmelsrichtungen aufnehmen kann“, erklärt er. Eine andere Möglichkeit ist, mehrere Kameras so zusammenzubauen, dass jede woandershin zeigt: rechts, links, vorne, hinten und oben.

Dann beginnt die Arbeit von Leuten wie Uwe Lukatsch. Er etzt die einzelnen Aufnahmen mit einem Programm so zusammen, dass sie nahtlose Bilder ergeben. Es gibt einen Unterschied zu normalen Filmen: Die sind nämlich rechteckig.

Bei Rundum-Filmen ist das anders: „Die Bilder, die wir aufnehmen, sind rund“, sagt Uwe Lukatsch. In einem üblichen Kino könnte man sie nicht zeigen. Auf einer rechteckigen Leinwand würde man nur ein kreisrundes Bild sehen, verrät Peter Popp.

Im Planetarium soll es für die Zuschauer übrigens bequem sein. Sie können sich wie in einem Liegestuhl zurücklehnen und so bequem nach oben in die Kuppel schauen. Dann heißt es „Film ab!“. Und sofort sind alle mittendrin – auf einer Wiese voller Insekten, zwischen bunten Fischen im Meer oder eben im All.

Aber Vorsicht! Wenn der Film vorbei ist, muss man aufpassen. Denn das Gehirn muss sich an die gerade, normale Welt erst wieder ein bisschen gewöhnen. Manchen Leuten ist danach etwas schwindlig. Sie haben das Gefühl, über einen krummen Boden zu laufen.

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