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Roboterauto soll auf Mars nach Leben suchen

28.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie genau sieht es auf dem Mars aus? Und gab es einmal Leben auf diesem Planeten? Das wollen Forscher schon seit Langem wissen. Ein Roboterauto soll den Mars demnächst genau unter die Lupe nehmen – falls die Landung gelingt.

Der Marsrover soll auf dem Mars nach Spuren von Leben suchen. Foto: NASA

Seit acht Monaten rast das Roboterauto schon durchs All. In einer Raumkapsel schießt es auf den Mars zu. Am Morgen des 6. August soll es auf unserem Nachbarplaneten landen. Dort soll der Marsrover nach Spuren von Leben suchen. Gebaut hat ihn die Weltraumbehörde der USA, die NASA. Aber die Forscher suchen nicht nach kleinen grünen Marsmännchen. Sondern nach Resten von winzigen Lebewesen, die man mit dem bloßen Auge nicht erkennen könnte. Und weil die Wissenschaftler so neugierig sind, haben sie das Fahrzeug „Curiosity“ genannt. Das englische Wort heißt auf Deutsch nämlich Neugier. Bevor der Rover sich auf dem Mars auf die Suche macht, muss er aber erst mal landen. Und das ist ziemlich schwierig! Er muss doll bremsen, sonst würde er auf dem Mars zerschellen. In nur sieben Minuten muss er von 21 000 Kilometern pro Stunde auf Null gehen, meint ein NASA-Experte. Außerdem muss der Mars selbst mitspielen, und auch das kann ein Problem werden. „Dieser Planet wirft gerne Dinge auf dich“, sagt ein NASA-Wissenschaftler. Er meint zum Beispiel Staub. Auf dem Mars gibt es oft Staubstürme, die man nicht vorhersagen kann. Wenn das Roboterfahrzeug in einen solchen Sturm gerät, geht es vielleicht kaputt. Sie haben die ganze Reise des Roboterfahrzeugs jahrelang vorbereitet und vorprogrammiert. Jetzt läuft alles automatisch. Wenn etwas schiefgeht, hat die Nasa sehr viel Geld umsonst ausgegeben. Denn das Fahrzeug, das ungefähr so viel wiegt wie ein Elefant, ist vollgepackt mit teurer Technik. Und auch die Reise zum Mars ist natürlich nicht billig. Aber falls die Landung klappt, startet der Rover gleich mit der Arbeit. Er kann zum Beispiel Fotos knipsen, die er dann zur Erde sendet. Und dann rollt er auf seinen sechs Rädern los und forscht. Er kann zum Beispiel mit einem Roboterarm Erde vom Boden abkratzen oder Steine aus Felsen herausbohren. Der Arm transportiert die Proben dann in das Innere des Rovers. Dort werden sie automatisch untersucht – wie in einem Labor auf Rädern. Die Ergebnisse schickt der Rover dann zur Erde. Das ist praktisch für die Wissenschaftler: Sie können im Büro sitzen und die Daten auswerten. Auf dem Mars, wo es extrem kalt werden kann, erledigt der Roboter die schwere Arbeit.

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