Paulas Nachrichten

Riesen-Floß schwimmt nach Bremen

15.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein riesiges Floß ist am Wochenende zu einer Abenteuer-Fahrt gestartet. Es legte am Samstag in Rheinhardshagen in Nordhessen ab. Nun schippert es etwa zwei Wochen lang durch den Fluss Weser nach Bremen.

Die Fahrt mit der „Wasserarche“ ist etwas Besonderes: So ein Großfloß ist seit 50 Jahren nicht mehr auf deutschen Flüssen unterwegs gewesen.

Dabei war das früher normal: Auf den Flüssen wurde jahrhundertelang Holz transportiert. Die Fahrt der „Wasserarche“ soll daran erinnern.

Das Floß ist etwa 40 Meter lang – also fast so lang wie drei Schulbusse hintereinander.

Es besteht aus 71 Baumstämmen, die miteinander verbunden sind. So viel Holz – das wiegt eine Menge: Das Floß ist ungefähr so schwer wie 100 Kleinwagen. Das große Ding hat keinen eigenen Antrieb. Es schwimmt langsam mit der Strömung. Außerdem können die Floßleute sich mit langen Holzstangen am Grund des Flusses abstoßen.

„Aber du musst wegen des fehlenden Antriebs sehr viel vorausschauender fahren als bei einem Motorschiff. Einen Rückwärtsgang gibt es nun mal nicht“, erzählt der Kapitän Thomas Hiddersen.

Gekocht wird auf dem Floß auf einer kleinen Feuerstelle. Wer von den 15 Männern aufs Klo muss, hat einen weiten Weg: Er steigt erst in einen mitgeschleppten Kahn und fährt zum Ufer. Dann muss er halt gucken . . . – und schließlich dem Floß wieder hinterherpaddeln. Die Nächte verbringen die 15 Männer übrigens an Land.

Im Beisein hunderter Schaulustiger legt ein Floß an der Weser bei Reinhardshagen ab. Ein riesiges Floß hat sich auf den Weg nach Bremen gemacht. Etwa zwei Wochen lang schippert es über die Weser. Wer aufs Klo will, muss an Land. Foto: Frank May

Paulas Nachrichten