Paulas Nachrichten

Riechen, hören, anfassen – Spannende Ausstellungen

29.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Museum? Wie langweilig. Dabei gibt es spannende Ausstellungen! Experten überlegen sich nämlich, wie ein Besuch im Museum Spaß machen kann.

Schüler in der Ausstellung „Zum Wohl! Getränke zwischen Kultur und Konsum“. In manchen Museen ist anfassen nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. Foto: Annette Hudemann, LWL-Industriemuseum

Ein Kaffeeautomat, aus dem keine Getränke kommen, sondern Geschichten. Der Automat steht in einem Museum in Nordrhein-Westfalen. Er zeigt: Museen können manchmal anders sein, als man denkt. Es hängen nicht immer nur Bilder an der Wand, die man sich von Weitem anschaut. Bei manchen Ausstellungen ist berühren oder ausprobieren erlaubt – und sogar ausdrücklich gewünscht.

„Eine gute Ausstellung sollte möglichst alle unsere Sinne ansprechen. Man sollte also im besten Fall Dinge zum Beschnuppern, Anfassen, Hören und Ansehen haben“, erklärt Expertin Anja Hoffmann. Sie ist Museumspädagogin. Museumspädagogen machen sich zusammen mit anderen Gedanken darüber, wie man Ausstellungen interessant gestaltet und Jung und Alt vermittelt.

Der sprechende Kaffeeautomat soll natürlich etwas für die Ohren sein. Er ist Teil einer Ausstellung, in der es um das Thema Trinken geht. „Eine Ausstellung muss generell abwechslungsreich sein. Dann macht es Spaß durchzulaufen“, sagt Anja Hoffmann. Deshalb gibt es außerdem zum Beispiel Behälter mit Teeblättern, um daran zu riechen. An einer Teebeutel-Packmaschine lässt sich erfahren, wie der lose Tee in den Beutel wandert. Manche Teile an der Maschine dürfen die Besucher anfassen.

Das macht eine Ausstellung manchmal erst richtig spannend. Erst dann gibt es oft einen Aha-Effekt, sagt Anja Hoffmann. Wenn man etwas in die Hand nimmt, versteht man oft besser, wie es funktioniert. „Aber das mit dem Anfassen ist Luxus. Nicht alle Museen haben das“, sagt die Fachfrau und erklärt: „Oftmals sollen besondere Ausstellungsstücke bewahrt werden. Uralte Münzen würden sich zum Beispiel abnutzen, wenn man sie ständig berühren würde.“ Deshalb liegen manche Stücke hinter Glas verborgen.

Doch nur, weil etwas in einer Vitrine liegt oder ein Bild an der Wand hängt, muss das nicht langweilig sein. Auch hier denken sich Experten wie Frau Hoffmann etwas aus: „Bei Gemälden kann man zum Beispiel ein Spiel machen. Der Betrachter sucht dabei, wie viele verschiedene Grüntöne in einem Landschaftsbild stecken.“ Die Lösung hängen die Experten neben das Bild. Oder: Man macht vor einem Bild einen Handstand – auf dem Kopf stehend sieht es gleich ganz anders aus. . . 

Es geht nicht nur darum, etwas zu lernen

Den Teebeutel in die Tasse, Wasser drüber, fertig. So machen das morgens viele Leute am Frühstückstisch. Doch wusstest du, dass es Teebeutel noch nicht so lange gibt? Am Anfang gab es fürs Befüllen der Teebeutel auch keine Maschinen. Das machten Menschen von Hand. „Teebeutel gibt es erst um die 100 Jahre“, sagt eine Museums-Fachfrau. Sie hat an einer Ausstellung übers Thema Trinken mitgearbeitet, bei der eine Teebeutel-Packmaschine zu sehen ist. „Bei Museums-Besuchen geht es aber oft weniger darum, etwas zu lernen“, sagt sie. „Vielmehr ist es toll, wenn man als Besucher später Gewohntes mit anderen Augen sieht. Wenn man also morgens zum Beispiel seinen Teebeutel mit einem neuen Blick betrachtet.“

Museen für Kinder und Jugendliche

Ausprobieren, anfassen und erforschen ausdrücklich erlaubt! Es gibt Museen extra für Kinder und Jugendliche. Dort werden viele Ausstellungsstücke nicht hinter Glas versteckt.

Na, seid ihr neugierig geworden? Wo es überall Kindermuseen und Jugendmuseen gibt, erfahrt ihr im Internet – und zwar hier www.bv-kindermuseum.de

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Paula möchte auch ein Denkmal für sich

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche hat ja sogar manchmal die Sonne gescheint. Deshalb wollte ich wieder einmal bei meinen Entenkumpels am Neckar vorbeigucken. Besonders gerne gehe ich da runter zur Steinachmündung. Ich bin ganz lustig da runter gewatschelt. Ich habe ein lustiges Liedchen…

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